Gramper und Bosse [Edwin Beeler]

Von Natalie Böhler [ Sélection CINEMA ]

Gramper und Bosse beginnt mit einer persönlichen gedanklichen Rückblende des Regisseurs: Edwin Beelers Vater war Gramper, Gleisarbeiter bei den SBB; seine Mutter arbeitete als Köchin für die Arbeitergruppen. Der Regisseur lässt seine Eltern von ihren Erinnerungen an die Arbeitswelt bei den Schweizerischen Bundesbahnen erzählen und auf Bahnangestellte von heute treffen. Dadurch wird in der klassischen Porträtreihe, die so entsteht, unweigerlich früher mit heute verglichen. Im Vordergrund stehen dabei die veränderten Arbeitsbedingungen: Automatisierung, Leistungsdruck, Arbeitsplatzabbau und Sparzwang. Auch die Modernisierung von Arbeitsvorgängen und –instal-lationen, besonders durch die Technologie, sind ein prägendes Element. Nostalgie durchdringt die Reflexionen: Die heutigen Angestellten haben weniger das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Gemeinschaft von passionierten Eisenbahnern. Nach wie vor gibt es jedoch die eingefleischten Fans – wie etwa den Lokführer, der mit dem Erlernen dieses Berufs seinen Bubentraum verwirklicht hat. Beeler zeigt ihn auch zuhause, wo er voller Hingabe an seiner Modelleisenbahnanlage werkelt und mit dem Teelöffel winzige Kiessplitter zwischen die Schienen platziert.Die Bedächtigkeit des Erzähltempos und des Tonfalls lässt allen Porträtierten viel Zeit und Raum. Dadurch wirken die Anliegen des Filmemachers nicht forciert – vielmehr können sie sich in aller Ruhe entfalten, wodurch sie an Überzeugungskraft gewinnen.

Auch das früher felsenfeste Vertrauen der Bähnlergemeinschaft in ihren Arbeitgeber – den Staat – scheint ins Wanken geraten zu sein. An die Stelle des «Familienoberhauptes» sind Manager getreten, gewinnorientiert und stromlinienförmig, mit dem Projekt Bahn 2000 als Prunkobjekt. Vor deren Eröffnung und dem glanzvollen Auftritt der Bosse rollen die Arbeiter rote Teppiche aus, und der Film wird zum subtilen Kommentar über Hierarchiestrukturen der Arbeitswelt.

P: Calypso Film (Luzern), SF DRS 2005. R, B: Edwin Beeler. K: Hansueli Schenkel, Urs Kohler, Edwin Beeler. T: Olivier Jean-Richard, Balthasar Jucker, Andreas Litmanowitsch. S: Edwin Beeler. M: Peter Sigrist. V, W: Calypso Film (Luzern).
35 mm, Farbe, 84 Minuten, Deutsch, Schweizerdeutsch, Italienisch (französische und italienische Untertitel).

18.11.2005, 17:26 | Permalink

Jo Siffert - Live Fast / Die Young [Men Lareida]

Von Veronika Grob [ Sélection CINEMA ]
Jo Siffert

Jo «Seppi» Siffert ist eine Legende des Rennsports. Als er 1971, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, beim World Championship Race im englischen Brands Hatch ums Leben kam, glich seine Beerdigung einem Staatsbegräbnis: Über 50'000 Menschen säumten die Strassen seiner Heimatstadt Friburg, um ihrem Helden die letzte Ehre zu erweisen.

Der aus dem Bündnerland stammende Regisseur Men Lareida, der 1998 die Filmklasse der HGK Zürich mit dem dokumentarischen Filmessay Pofonok abschloss, widmet sich in seinem ersten langen Dokumentarfilm dem Schweizer Formel-1-Star. Unterstützt vom Journalisten Reto Baumann, hat Lareida eine Menge rares Archivmaterial zusammengetragen und diverse Interviews geführt: Familie, Mechaniker, Konkurrenten, Freunde, Exfrauen und Sponsoren werden zu Sifferts ungewöhnlichem Leben befragt.

Der Mythos Siffert vermag dabei viel mehr zu bieten als die Faszination für laute Motoren und das schnelle Fahren im Kreis. 1936 als Angehöriger der deutschsprachigen Minderheit im Arbeiterquartier von Fribourg geboren, hat sich Siffert zum Formel-1-Star und zum «Sohn der Nation» («Blick») hochgearbeitet. Noch heute zählt er zu den zehn besten Rennfahrern aller Zeiten, obwohl er lediglich zwei Grand-Prix-Siege errungen hatte. Eine Tellerwäschergeschichte aus dem Schweizer Mittelland: Als Lumpensammler und Gebrauchtwagenhändler verdiente sich der gelernte Karosseriebauer Siffert das Geld, um an den ersten Motorradrennen teilnehmen zu können. Lange fuhr er im Privatteam und galt auch später, als er für das englische B.R.M.-Team startete, im Rennzirkus als Aussenseiter. Sein früher Tod, nicht nur auf dem Höhepunkt seiner Karriere, sondern auch in den goldenen Siebzigerjahren der Formel 1, hat die Legende gefestigt, die begleitet wird von Benzingeruch, dröhnenden Motoren, schönen Frauen und der Risikobereitschaft. Der wortkarge Steve McQueen benannte dieses Lebensgefühl im Rennfahrerfilm Le Mans prägnant: «When you're racing, it's life, anything that happens before or after is just waiting.» Und Sifferts Schwester formuliert es in Lareidas Porträt folgendermassen: «Chaque être humain fait un choix. Et lui, il a fait le choix de vivre dangereusement. Je pense qu'il vaut mieux vivre dangereusement pendant 34 ans que s'emmerder pendant 80 ans.» Der Künstler Jean Tinguely, ein Freund von Siffert, meinte auf die Frage, was sie denn verband, dass sie sich nicht nur beide mit Maschinen, sondern dass sie sich als Künstler und Rennfahrer vor allem mit unnützen Dingen beschäftigt hätten.

Lareidas Dokumentarfilm Jo Siffert - Live Fast / Die Young ist der Wille zur Gestaltung nicht abzusprechen: Der exzessive Gebrauch der Split-Screens in Siebzigerjahre-Ästhetik ist nicht immer ganz einsichtig, wirkt aber sehr witzig und aussagekräftig, wenn den diversen Talking-Heads historisches Material zur Seite gestellt wird. Schwer verständlich bleibt aber, warum die Filmemacher einen österreichischen Schauspieler als Erzählstimme eingesetzt haben. Fans und Liebhaber des Rennsports mag Jo Siffert überzeugen, allen anderen Zuschauern würde man wünschen, dass sich der Dokumentarfilm weniger streng an den chronologischen Erzählfaden halten würde, um sich mehr auf den Mythos Siffert zu konzentrieren.


P: Hugofilm Productions (Zürich), SSR SRG idée suisse. B: Men Lareida, Reto Baumann. R: Men Lareida. K: Pio Corradi. S: Markus Welter, Myriam Flury. M: Ernst «Netz» Maeschi. V: Frenetic Films (Zürich). W: Hugofilm Productions (Zürich).
35 mm/ DV Cam, Farbe, 85 Minuten, Französisch, Schweizerdeutsch (deutsche und französische Untertitel).

18.11.2005, 00:57 | Permalink

Mein Name ist Eugen [Michael Steiner]

Von Veronika Grob [ Sélection CINEMA ]
Mein Name ist Eugen

Das alte Faltboot im Estrich mit Wasser zu füllen, um es auf ein mögliches Leck zu testen, war keine gute Idee: Schon in den ersten zehn Filmminuten von Mein Name ist Eugen stürzt es mitsamt den 1000 Litern Wasser drei Stockwerke durch ein Berner Altstadthaus, bevor es Spitz voran im Erdgeschoss landet – knapp neben der Tante Melanie. Damit haben Eugen und sein Freund Wrigley das Fass buchstäblich zum Überlaufen gebracht: Die Eltern sind ganz schön sauer und wollen den Lausbuben das Pfadilager verbieten.

So beginnt einer der rasantesten und pfiffigsten Schweizer Filme der letzten Jahre. Für die sechs Millionen schwere Produktion haben sich mehrere junge Schweizer Filmtalente zusammengetan: Regisseur Michael Steiner, Kameramann Pascal Walder und Komponist Adrian Frutiger, die schon mit ihrem unterfinanzierten Erstlingsfilm Nacht der Gaukler (CH 1996) für Furore sorgten, sowie der Drehbuchautor von Achtung, fertig, Charlie! und Strähl, Michael Sauter. Sauter hat mit seinem Jugendfreund, dem vor der Premiere verstorbenen Christoph Frey, den berühmten Kinderbuchklassiker Mein Name ist Eugen von Klaus Schädelin für die Leinwand adaptiert. Die Handlung wurde von den Fünfzigerjahren in die Sechzigerjahre verlegt, den episodenhaften Bubenstreichen wurde ein roter Faden verpasst.

Eugen und Wrigley nehmen Reissaus vor dem Zorn der Eltern: Sie wollen nach Zürich, um Fritzli Bühler, den legendären «König der Lausbuben», zu finden und sich mit ihm über den Schatz vom Titicacasee zu beraten. Nach einem unbeabsichtigten Umweg übers Tessin – und zusätzlichem Personen- und Sachschaden – ist die Viererbande komplett: Mit dem starken Eduard und dem verwöhnten Bäschteli reisen Eugen und Wrigley per Velo und Zug nach Zürich, verfolgt von der halben Schweiz. Dort lauern aber Rockerbanden und ein falscher Fritzli, zudem werden die vier Berner Gielen mit dem grössten aller Lausbuben-Probleme konfrontiert: Einer von ihnen droht zum «Wiiberschmöcker» zu werden.

Über die liebevoll gestaltete nostalgische Ausstattung und die lustvolle Inszenierung der Action-komödie gibt es viel zu sagen: Spielerisch und leichthändig arbeiten die Filmemacher mit Anleihen aus dem Horrorfilm, mit Zeitraffer, Bildbeschriftungen und einem rasanten Schnitt; eine Wundertüte, die zuweilen an Jean-Pierre Jeunets Le fabuleux destin d’ Amélie Poulain (F 2001) erinnert. Neben den hervorragend geführten Kinderdarstellern hat sich für Mein Name ist Eugen die Schweizer Film- und Komödienprominenz versammelt: Beat Schlatter, Mike Müller, Patrick Frey, Sabine Schneebeli, Viktor Giacobbo, Stefanie Glaser und viele mehr versuchen, den vier Lausbuben Vernunft einzuimpfen.

Wenn der oft heraufbeschworene «Neue junge Schweizer Film» so oder ähnlich wie Mein Name ist Eugen aussieht, dann können wir uns freuen. Es bleibt nach diesem Filmvergnügen nämlich nur ein Wunsch an die Jungfilmer offen: Macht auch wieder mal einen Film nur für Erwachsene! Grounding von Michael Steiner und Tobias Fueter folgt zum Glück schon bald.


P: Kontraproduktion (Zürich), C-Films (Zürich), SF DRS, Impuls Home Entertainment (Cham), Teleclub 2005. B: Michael Sauter, Christoph Frey, Michael Steiner. R: Michael Steiner. K: Pascal Walder. S: Tobias Fueter, Gisela Weibel. T: Hugo Poletti. M: Adrian Frutiger, Diego Baldenweg. D: Manuel Häberli, Janic Halioua, Dominic Hänni, Alex Niederhäuser, Beat Schlatter, Mike Müller, Sabina Schneebeli, Patrick Frey, Stefan Gubser. V: Frenetic Films (Zürich). W: Kontraproduktion (Zürich).
35 mm, Farbe, 100 Minuten, Schweizerdeutsch.

14.11.2005, 13:20 | Permalink

Frohe Ostern [Ulrich Schaffner]

Von Laura Daniel [ Sélection CINEMA ]
Frohe Ostern

Thomas und Sophie sind unterwegs zu Thomas’ Eltern, um mit ihnen Ostern zu feiern. Gerade noch sassen sie im Zug und tauschten Kindernamen aus, denn Sophie ist schwanger. Das für das junge Paar freudige Ereignis soll heute den Eltern mitgeteilt werden, die ihre zukünftige Schwiegertochter noch nie gesehen haben. Bei derselben Gelegenheit will Thomas seinen Eltern sagen, dass er sein Studium schmeissen wird. Kaum angekommen, weicht die Vorfreude einer erdrückenden Anspannung. Es ist offensichtlich, dass Thomas unter der Autorität seines Vaters leidet, der von dem Kind nichts wissen will und wesentlich mehr daran interessiert ist, seinen Sohn im Betrieb eines Freundes aus dem Rotary-Club unterzubringen. Einen Praktikumsplatz hat er ihm bereits verschafft, und wenn es nach ihm ginge – und das ging es bisher zweifellos –, würde Thomas schon morgen seine Anwaltskanzlei übernehmen.

Beim erzwungen fröhlichen «Eiertütschen» kommt es zum Eklat: Thomas, der zufällig ein Gespräch seiner Eltern mithört, in dem der Vater von einer Abtreibung spricht, setzt sich endlich zur Wehr. In einer Rede, in der er sich freispricht vom biederen und erdrückenden Mief seines Elternhauses, konfrontiert er seine Eltern zum ersten Mal damit, dass er ihre Lebensplanung nicht übernehmen und weiterführen möchte. Denn für Thomas sind Glück und Zufriedenheit nicht etwas, das sich mit dem Einfamilienhäuschen am See und dem dazugehörigen Bötchen einstellt. Er bringt den Mut auf, für seine eigenen Wünsche und Träume einzustehen, die sich von den Lebensentwürfen seiner Eltern klar unterscheiden – Thomas wird mit einem Schlag erwachsen.

Frohe Ostern wurde als Abschlussfilm an der HGKZ realisiert und für den mit 10'000 Euro dotierten First Steps Award 2005 in der Kategorie «Kurzfilm bis 25 Minuten» nominiert. Ulrich Schaffner gelingt es, mit seinem ersten Kurzspielfilm ein reifes Stück vorzulegen, in dem die Figuren und ihre Geschichte überzeugend und packend inszeniert werden. Bemerkenswert sind auch die schauspielerischen Leistungen, insbesondere die von Dieter Stoll in der Rolle des Vaters und die von Roland Bonjour als Thomas, der während seines Schlussmonologs punkto Intensität durchaus an die Leistung Ulrich Thomsens in Festen (Thomas Vinterberg, DK/SE 1998) anknüpft.

Besonders schön platziert ist das Stück «Fingts Glück eim» von Züri West, das dem Finale dieses kurzen, aber feinen Films als Instant-Euphorie-Verbreiter noch das I-Tüpfelchen aufsetzt.


P: Hochschule für Gestaltung und Kunst (Zürich) 2005. B: Ulrich Schaffner, Martina Fischbacher. R: Ulrich Schaffner. K: Samuel Ammann. S: Michael Hertig. T: Michael Eger, Gregg Skerman. D: Dieter Stoll, Marlise Fischer, Roland Bonjour, Anna-Katharina Müller. V, W: Hochschule für Gestaltung und Kunst (Zürich).
35 mm, Farbe, 12 Minuten, Schweizerdeutsch (englische, französische Untertitel).


14.11.2005, 13:10 | Permalink

Visite médicale [Felix von Muralt]

Von Simona Fischer [ Sélection CINEMA ]
Visite medicale

Arztbesuche wecken im Allgemeinen keine besonders schönen und schon gar keine nennenswerten Erinnerungen. Felix von Muralts Visite médicale widersetzt sich dieser Sitte mit humorvollem Charme und handwerklicher Präzision. Über zehn Jahre liess Felix von Muralt – der sich als Kameramann von über dreissig Filmen einen Namen gemacht hat – seit seinem ersten Kurzfilm Pflatsch (1994) vergehen, ehe er mit diesem Kammerspiel überraschte.

Im «Medizinischen Empfangszentrum für Ausländer», irgendwo in den Pariser Banlieues, trifft für die kurze Dauer eines schwülen Sommertages ein bunt gemischter Haufen Menschen verschiedenster sozialer und kultureller Herkunft aufeinander. Hier landet jeder nichteuropäische Staatsbürger, der in Frankreich leben und arbeiten will. Es ist die letzte Etappe eines unübersichtlichen Parcours durch die Vorzimmer französischer Bürokratie, die es zu überwinden gilt, ehe man in den Genuss einer «Carte de séjour» kommt. Nicht anders geht es dem jungen Helden (Carlos Leal) – als Schweizer bekanntermassen Nicht-Europäer – der glaubte, sich dieses langwierigen formellen Prozederes kurzerhand entledigen zu können. Die Gleichheit in der Ungleichheit des Immigrantenstatus schafft Solidarität und Nähe. Und so trifft der Eidgenosse aus der französischsprachigen Schweiz auf eine lebenskluge und attraktive Kamerunerin, mit der eine amouröse Fortsetzung der Geschichte nicht ausgeschlossen scheint.

Vor dem Hintergrund dieser realistischen Szene schafft der Film auf humorvolle Art das Gefühl der Absurdität, welches das Individuum im Umgang mit abstrakter Staatsgewalt befallen kann. Die agile Kamera schafft den Balanceakt zwischen dokumentarischem und fiktionalem Gestus. Sie gleitet um die Protagonisten in einem wie eingefroren scheinenden Dekor, was den Blicken und Gesten eine umso suggestivere Wirkungskraft verleiht. In auffälligem Gegensatz dazu stehen die ausserhalb spielenden Sequenzen, die auf stark rhythmisierte Dramaturgie setzen und so der Hektik des Alltags, aber auch der Bewegungsfreiheit des Individuums Nachdruck verleihen. Die unrealistische Überhöhung der Nebengeräusche schafft eine slapstickartige Leichtigkeit in einer eigentlich bedrückenden Situation.

Felix von Muralt ist mit Visite médicale ein unvergessliches Stück Kurzfilm gelungen, das in 15 Minuten einen Mikrokosmos gesellschaftlichen Zusammenlebens in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt und von sozialem und politischem Engagement zeugt, ohne je das Augenmerk vom eigentlich Wesentlichen, nämlich dem menschlichen Schicksal, abzuwenden, und so der Gefahr entkommt, moralisierend zu sein.


P: Waka Films (Pregassona), Panimage, 1001 Productions (Paris), TSR 2005. B, R: Felix von Muralt. K: Michael Saxer. T: Ramon Orza. S: Beat Lenherr. M: Soundrats, Weber. D: Carlos Leal, Tatjana Rojo, Xuan Lan Tran, Tadié Tuenne. V, W: Waka Films (Pregassona).
35 mm, Farbe, 15 Minuten, Französisch (englische Untertitel).

14.11.2005, 11:44 | Permalink

Snow White [Samir]

Von Simona Fischer [ Sélection CINEMA ]
Snow White

Nach dem Dokumentarfilm Forget Baghdad (2002), der mit dem Preis der Semaine de la critique in Locarno und dem Filmpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet wurde, überrascht Samir mit dem sozialkritischen Melodram Snow White (2005). Dokumentarisch grundiert, hebt dieser Bilinguefilm zuweilen ins Märchenhafte ab.

Die Liebesgeschichte um ein gefallenes Goldküsten-Schneewittchen namens Nico (Julie Fournier) und einen französischen Rapper (Carlos Leal) ist in die «weiss schweizerisch hedonistisch protestantische Oberschicht» (Samir) eingebettet. Die Perspektive erhält durch den Einsatz zweier Ich-Erzähler – einerseits erzählt Nico, andererseits Paco einen doppelten Erzählbogen, der die verschiedenen Lebenswelten direkt aufeinander prallen lässt. Ausserdem erhält die Annäherung der Liebenden durch diese Zweifachführung einen besonderen Stellenwert. Dem traditionellen Genrebegriff verpflichtet, machen Samir und Michael Sauter – Ko-Autor von Achtung, fertig, Charlie! (2003) – damit Gefühlskino. Der Film will sich aber auch als sozialkritischen Beitrag verstanden wissen. Botschafter dieses Beitrags ist die Figur des charismatischen Rappers Paco – verkörpert vom Sänger Carlos Leal der Lausanner Hip-Hop-Gruppe Sens Unik. Nicos objet du désir will mit seinen Songs für politisches Engagement und gesellschaftliche Verantwortung einstehen. Die Figur der jungen, glamourösen Nico hingegen – als Exponentin der Jeunesse dorée – steht für endloses Vergnügen in den Zürcher Nobeldiscos, in denen Kokainkonsum zum gesteigerten Lebensgefühl der reichen Spassgesellschaft gehört. Diese Art polarer Figurenkonstellation, die sich durch sämtliche Beziehungsebenen fortsetzt, bedient viele Klischees. Nach Meinung des Regisseurs ist das Publikum nur auf diesem Weg zu erreichen (Sonntags Zeitung 7. 8. 2005). Dass jedoch gerade die Frauenfiguren jeglichen Begriffs modernen weiblichen Selbstverständnisses entbehren, ist schlicht und einfach unzeitgemäss.

Dem vorhersehbaren Prozess des Sich-Findens eines gegensätzlichen Liebespaares, das sich dann dramatisch verliert, um sich am Ende wiederzufinden, steht ein brillantes, audiovisuelles Feuerwerk entgegen. Sämtliche Filmformate und Darstellungsstile, vom Video über das körnige Super 16 bis zum 35 mm, werden je nach Erzählebene aufgeboten. Exemplarisch hierfür steht vielleicht eine der stärksten Szenen des Films – im Stil der Dogma-Regisseure –, in der Nico dem Geliebten ihre wahre Herkunft offenbart. Snow White ist geprägt von einer Clip-Ästhetik; was die Musik auf der Tonspur leistet, manifestiert sich im rasanten Puls der Montage. Diese spielt überhaupt eine tragende Rolle in Snow White. Vielleicht drückt sich damit nicht zuletzt die Meinung des Regisseurs aus, die Musik stehe in einem engeren Bezug zum Film als die Literatur oder das Theater (Espace 8. 8. 2005). Trotz realistischer Konzeption der Geschichte vermag das Einsetzen von Effekten, wie etwa der Zeitlupe, märchenartige Liebesszenen in einen entrückten Zustand der Unschuld zu zaubern. Samir erweist sich auch in dieser Produktion als herausragender audiovisueller Experimentierer.


P: Dschoint Ventschr Filmproduktion (Zürich), Filmhaus (Wien) 2005. B: Michael Sauter, Samir. R: Samir. K: Andreas Hutter, Michael Saxer, Hans Meier. T: Max Vornehm. S: Oliver Neumann. M: Walter W. Cikan, Marnix Veenenbos. D: Julie Fournier, Carlos Leal, Zoé Miku, Stefan Gubser, Stefan Kurt, Xaver Hutter, Sunnyi Melles, Benedict Freitag. V: Dschoint Ventschr Filmproduktion (Zürich). W: Telepool (Zürich).
35 mm, Farbe, 113 Minuten, Schweizerdeutsch/Französisch (englische, französische Untertitel).

14.11.2005, 11:35 | Permalink

Staila crudanta [Pascal Bergamin]

Von Simona Fischer [ Sélection CINEMA ]
Staila crudanta

Wenn Diplomfilme häufig Gefahr laufen, zu viel Können unter Beweis stellen zu wollen – dienen sie doch nicht selten dazu, das weitere berufliche Fortkommen zu sichern –, so schafft es Pascal Bergamin mit seinem fiktionalen Kurzfilm, dieser Falle zu entgehen. Zwanzig Minuten lang werden wir in die entrückte Engadiner Bergwelt entführt und Zeugen mehrerer, gar über zwei Generationen reichender Liebesgeschichten. Dabei versucht dieser Diplomfilm, authentisch und unprätentiös dem Geheimnis der Liebe auf die Spur zu kommen, und legt uns nahe, das Wesentliche nicht aus dem Blickfeld zu verlieren: nämlich sowohl dem menschlichen Vermögen als auch dem Unvermögen mit einem wohlwollenden Lächeln zu begegnen. Trotz traurigem Ende schenkt uns diese kleine Geschichte in handwerklich gekonnter Manier die Hoffnung und den Glauben an die wahre Liebe zurück.

Leas (Annina Sedlacek) und Curdins (Tobias Durband) Liebesgeschichte ist in eine Rahmenhandlung eingebettet, die uns zunächst zur Beerdigung ihrer Grosseltern führt. Während die beiden in verschneiter Landschaft, mit freiem Blick auf die Berge, Hand in Hand vor dem Grab stehen, werden die Erinnerungen an ihre erste Begegnung wach. Noch nicht lange aus Kopenhagen zurück, trifft Lea am Geburtstagsfest der Grossmutter zufälligerweise auf Curdin. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick, die nach anfänglicher Schwierigkeit kraft liebenswürdiger Beharrlichkeit doch noch ihre ersehnte Erfüllung findet. Umso überraschender wendet sich am Grab der Grosseltern das Blatt des Glücks – und dies nicht nur für den Klavierstimmer und Snowboardlehrer Curdin –, als Lea ihm gesteht, ihre verflossene Liebe nicht vergessen zu können.

Dem kurzen Glück, das so lange wie das Aufleuchten einer Staila crudanta, einer Sternschnuppe, währte, ist die lebenslange Liebe der Grosseltern gegenübergestellt. Ohne je alte Zeiten zu glorifizieren oder gar dem Leben in den Bergen den Nimbus vollkommenen Glücks zu verleihen, überzeugt dieser Film sowohl auf dramaturgischer Ebene als auch im Umgang mit verschiedenen Filmformaten. Gekonnt werden Rückblenden eingeführt, die dem Handlungsverlauf einen spannenden Erzählbogen zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit verleihen. Der gezielte Einsatz der Videokamera lässt uns im Nostalgiegefühl selbst gedrehter Familienfestfilmchen schwelgen, während Bob Dylans Shooting Star leitmotivisch die Erzählung durchwebt. Staila crudanta hinterlässt ein nachhaltiges Leuchten auf der Leinwand, welches auch der irritierende Auftritt von Carla (Mirjam Zbinden) nicht zu trüben vermag.


P: Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, SF DRS 2005. B, R: Pascal Bergamin. K: Piotr Jaxa. T: Andreas Litmanowitsch. S: Rosa Albrecht. M: Valentin Kessler. D: Tobias Durband, Annina Sedlacek, Mirjam Zbinden, Emil Simeon, Barbara Simec, Rolf Schmid. V, W: Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
35 mm, Farbe, 20 Minuten, Rätoromanisch/Schweizerdeutsch (englische, deutsche, französische, spanische Untertitel).

14.11.2005, 11:30 | Permalink

Floh! [Christine Wiederkehr]

Von Laura Daniel [ Sélection CINEMA ]
Floh!

Antje hat sich dazu bereit erklärt, als Leihmutter für 40’000 Euro das «Wunderkind» eines Ehepaars auszutragen. Für das Baby wurde im Labor das perfekte Genmaterial zusammengestellt: Es soll hochbegabt, schön und frei von Erbkrankheiten sein. Antje, die gemäss dieser Tochter, die uns als Voice-over durch das rasante Kurz-Roadmovie führen wird, nicht unbedingt mit viel Verstand, dafür aber mit Glück gesegnet ist, entscheidet sich im letzen Moment um. Sie «entführt» das Baby im Bauch, ohne auf die bereits ausgezahlte Hälfte des Geldes zu verzichten. Irgendwo unterwegs auf ihrer Reise, die sie durch halb Europa führt, bringt sie ein Mädchen zur Welt, das sie Floh nennt. Da Antje mittlerweile ihr gesamtes Geld für Schuhe ausgegeben hat, bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich mit Gelegenheitsjobs durchzuschlagen, um anfallende Kosten, wie zum Beispiel die Abschleppgebühr für das Parkieren im Halteverbot, zu begleichen. Im Einkaufszentrum, wo Antje putzt, findet sie nicht nur ein weiteres Paar Schuhe, sondern auch einen Freund: den Kinderanimator und Clown Eduard.

Mittelsmann Henry, der durch das Abhandenkommen des Babys nicht nur um Kopf und Kragen zu fürchten hat – der Film vermittelt uns dies deutlich mit eingeschobenen Sequenzen von blutigen kugelförmigen Objekten, bei denen es sich vermutlich um Geschlechtsteile handelt –, findet Antje schneller, als ihr lieb ist. Denn für Henry heisst kassieren auch liefern, deshalb wird Antje samt Baby mitgenommen. Gottseidank hat der geistesgegenwärtige Eduard Floh im letzen Moment gegen ein anderes Kind eingetauscht. Als Henry den Schwindel bemerkt – bei dem Baby handelt es sich um einen Jungen, was beim ersten Windelwechseln augenfällig als Unterschied sichtbar wird – , sind Antje und Floh mit seinem Auto bereits über alle Berge. Da Antje dem Nummernschild-Orakel folgt, d. h. sie fährt immer in das Land, aus dem ihr aktuell geklautes Nummernschild stammt, führt sie Henrys monegassisches Kennzeichen dieses Mal sogar ans Meer.

Floh! ist Christine Wiederkehrs Abschlussfilm an der Hochschule für Kunst und Gestaltung Zürich. Umso beachtlicher ist es, dass der Film nebst witziger Einfälle eine eigenständige Gestaltung und Erzählform aufweist, die ebenso kreativ wie funktional sind. Von der Ausstattung über die Musikwahl, Dramaturgie und die Gestaltung der Charaktere ist er rundum gelungen. Besonders locker kommt die Voice-over daher, die gerade für einen Erstlingsfilm gewiss einige Tücken bergen würde. Mit Lavinia Wilson und Sebastian Blomberg konnte Wiederkehr bekannte Gesichter verpflichten, die wesentlich zum Gelingen dieses Kurzfilms beitragen. Von drei nominierten Filmen der Hochschule für Gestaltung (ausserdem: Hunde von Matthias Huser, Frohe Ostern von Ulrich Schaffner) gewann Floh! den mit 10'000 Euro dotierten First Steps Award 2005 in der Kategorie Kurzfilm bis 25 Minuten. Wir sind gespannt, was uns Christine Wiederkehr in ihrem ersten Langspielfilm bieten wird.


Produktion: Hochschule für Gestaltung und Kunst (Zürich), SF DRS 2005. B: Dave Tucker. R: Christine Wiederkehr. K: Filip Zumbrunn. S: Cécile Welter. T: Patrick Storck. M: Balz Bachmann, Jacqueline Brutsche. D: Lavinia Wilson, Leonardo Nigro, Sebastian Blomberg. V,W: Hochschule für Gestaltung und Kunst (Zürich).
35 mm, Farbe, 16 Minuten, Deutsch, Schweizerdeutsch (deutsche, englische und französische Untertitel).

13.11.2005, 02:10 | Permalink

Gambit [Sabine Gisiger]

Von Veronika Grob [ Sélection CINEMA ]
Gambit

Die Pressebilder mit Umweltschützern, die in weissen Schutzanzügen gegen den Dioxinfässer-Skandal von Seveso demonstrieren, haben wir noch im Kopf. Ablauf und Zusammenhänge der Katastrophe, die zu den grössten Skandalen der Schweizer Chemiegeschichte gehört, sind aber nur noch verschwommen in Erinnerung. Sabine Gisiger hat in ihrem Dokumentarfilm Gambit diese Geschichte nun aufgearbeitet. Daraus ist nicht nur ein spannender Recherche-Krimi geworden, sondern auch eine zynische Farce, denn ob der Ignoranz der Firmenbosse bleibt einem manchmal nichts anderes übrig, als entgeistert den Kopf zu schütteln. Vor allem aber wurde aus Gambit eine ergreifende Tragödie, denn der Fokus liegt nicht auf den Opfern der Chemiekatastrophe, denen der Film gewidmet ist, sondern auf einem Täter: Jörg Sambeth. Sambeth arbeitete in den Siebzigerjahren als technischer Direktor der Givaudan, einer Tochterfirma von Hoffmann-La Roche, die für die Fabrik in der norditalienischen Gemeinde Seveso verantwortlich war. Durch Unterlassung, Naivität und Kadavergehorsam machte er sich mitschuldig an der Katastrophe, was er heute auch nicht leugnet. Doch die Roche, die sich aus allen Gerichtsprozessen heraushielt, machte aus ihm ein klassisches Bauernopfer («Gambit» im Schachspiel). Sambeth wurde in einem ersten Verfahren zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Gambit zeigt, dass die Katastrophe eine Abfolge von Skandalen ist, die ein schiefes Licht auf die undurchsichtigen Machtstrukturen des Weltkonzerns Roche und auf die Gilde der Manager werfen. 1976 entwich in Seveso nach einem Reaktorunfall eine giftige Dioxinwolke, die das umliegende Land verseuchte: Tausende von Tieren verendeten, und die Menschen erkrankten an Chlorakne. Der Chemiekonzern wartete ganze acht Tage, bevor Behörden und Spitäler über das Ausmass der Katastrophe informiert wurden. Der oberste Roche-Chef, Dr. Adolf Jann, behauptete öffentlich, die Kinder weinten nicht wegen der Hautverätzungen, sondern weil sie für die Blutentnahme gepiekst worden seien. Darauf schickte man die Chefetage schleunigst in einen Interview-Crashkurs. 1983 kam der Dioxinskandal von Seveso wieder in die Medien, weil die 41 Fässer, in denen das giftige Material lagerte und für die sich kein Land zuständig fühlte, unter dubiosen Umständen verschwanden.

Gisigers Dokumentarfilm erzählt nicht nur von der politischen und wirtschaftlichen Skandalgeschichte, sondern auch das persönliche Schicksal von Jörg Sambeth und seiner Familie. Den Bildern aus der damaligen Medienberichterstattung werden home movies aus dem Familienarchiv zur Seite gestellt. Durch den distanzlosen Blick des Täters beweist Gambit Mut zum Widerspruch und hält bis zum Schluss eine ambivalente Spannung aufrecht, denn einerseits empfindet man Sympathie für den Sündenbock, andererseits ist einem auch immer bewusst, dass wir dieser Perspektive nicht uneingeschränkt trauen können.

Zwar werden die Bilder zuweilen gar pathetisch von Musik zugekleistert, doch sonsten ist der Film formal sehr gelungen: Manchmal scheint es, als ob die Kamera in den langen Fahrten durch die norditalienische Landschaft selber nach Antworten sucht. Gambit ist ein wichtiger Beitrag zur Schweizer Industriegeschichte und eine engagierte Dokumentation im besten Sinne. Am Filmfestival Locarno wurde der Film mit dem Preis der Kritikerwoche ausgezeichnet, den Sabine Gisiger und Marcel Zwingli schon im Jahr 2000 für Do It entgegennehmen konnten.


P: Dschoint Ventschr (Zürich) 2005. B, R: Sabine Gisiger. K: Reinhard Köcher, Helena Vagnières. T: Andreas Litmanowitsch, Matteo de Pellegrini. S: Patricia Wagner. M: Balz Bachmann, Peter Bräker. V: Look Now! (Zürich). W: Dschoint Ventschr (Zürich).
35 mm, Farbe, 107 Minuten, Deutsch, Schweizerdeutsch, Italienisch, Englisch, Französisch.

13.11.2005, 02:01 | Permalink

Herr Würfel [Rafael Sommerhalder]

Von Doris Senn [ Sélection CINEMA ]
Herr Würfel

Herr Würfel liebt Entscheidungen. Deshalb nimmt er sich auch für jede einzelne die entsprechende Zeit – sei es, dass es sich um die Farbe der Krawatte, um die Wahl zwischen Erdbeer- oder Brombeerkonfitüre oder die Temperatur des Badewassers handelt. Doch was, wenn eines schönen Morgens ein Konzertflügel aus heiterem Himmel fällt und genau eine einzige Sekunde lang Zeit bleibt, um zu reagieren?

Rafael Sommerhalder erzählt in knapp acht Minuten die skurrile kleine Geschichte im Limbus zwischen Ja und Nein, zwischen Vor und Zurück, zwischen Kopf und Bauch. Er schafft es, in flottem Tempo die Exposition des Fait divers zu erzählen, in die Vergangenheit zurückzublenden, wo die Abneigung Herrn Würfels für Bauchentscheide begründet liegt, wieder in die Gegenwart einzuschlaufen und den entscheidenden Moment mit viel Verzögerungseffekt und Suspense zum Höhepunkt aufzubauen. Dabei gehen auch kleine Nebenschauplätze nicht vergessen: etwa wenn die Dauer einer Entscheidung mit dem viermaligen Blühen und Entlauben eines Baums dargestellt wird, eine Schnecke während Herrn Würfels Werweissen durchs Gras jagt oder der Wechsel vom Nein zum Ja in den bildfüllenden Ampelfarben signalisiert wird.

Herr Würfel entstand in 2-D-Computeranimation – wie schon Sommerhalders vorangehender Ely & Nepomuk (2000), der Abschlussfilm seiner Regieausbildung an der ÉCAL in Lausanne. In schnörkelloser Ästhetik und klarem grafischem Stil stellt er in Herr Würfel die Figuren, Objekte und Symbole immer wieder vor einfarbigem Hintergrund frei und erzählt die Geschichte anschaulich, mit Witz und einem Faible für Spannung. Herr Würfel wurde an den Solothurner Filmtagen mit dem Nachwuchspreis von Suissimage ausgezeichnet.


P: Freihändler Filmproduktion (Basel), SF DRS 2004. B, R, S: Rafael Sommerhalder. T: Dieter Lengacher. M: Patrick Furrer. Erzähler: Ueli Jäggi (deutsch), Raoul Teuscher (französisch), Roger Worrod (englisch). W: Freihändler Filmproduktion (Basel).
35 mm, Farbe, 8 Minuten, Deutsch (französische und englische Version). br />

13.11.2005, 01:56 | Permalink
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