CINEMA 57: Begrenzungen

Von Anita Gertiser [ Aktuelle Ausgabe ]


In der Produktion wie bei der Projektion sind dem klassischen Filmbild Grenzen gesetzt: Der Kameramann wählt die Cadrage, die Kamera nimmt einen Ausschnitt auf, später wird ein begrenztes Bild projiziert oder auf einem Bildschirm wiedergegeben. Innerhalb dieser engen technischen Vorgaben scheinen die Möglichkeiten jedoch grenzenlos: Seit der Erfindung des Kinos werden stets neue Dimensionen ausgelotet, innovative Filmemacher sprengen immer wieder formale und inhaltliche Grenzen, spielen mit den Begrenzungen von Genres und ästhetischen Traditionen. In CINEMA 57 liegt unser Augenmerk auf den unterschiedlichen technischen, formalen, ökonomischen und inszenatorischen Aspekten, welche diese Begrenzungen mit sich bringen. Andererseits fragen wir danach, wie Grenzen inszeniert werden: In Zeiten der Globalisierung, der Flüchtlingsströme, Arbeitsmigration und zunehmender Mobilisierung sind Grenzen und Ausgrenzung, aber auch der Blick über Grenzen in transnationale Räume brisant – auch für das Kino.

Und wie jedes Jahr gibt es im Kapitel Sélection CINEMA einen Überblick über das Schweizer Filmschaffen 2010/2011 mit kritischen Kommentaren.

Herausgegeben von: Anita Gertiser, Daliah Kohn, Nathalie Jancso, Simon Meier, René Müller, Bettina Spoerri, Matthias Uhlmann, Senta van de Weetering.

Im Buchhandel, beim Verlag oder direkt bei der Redaktion zu beziehen.

02.3.2012, 14:45 | Permalink