CINEMA 53: Schön

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Erstmals widmet sich CINEMA einem Adjektiv. Was wir als SCHÖN bezeichnen, ist nicht
nur einer radikal subjektiven Perspektive unterworfen, sondern auch modischen Zeitströmungen und kulturellen Prägungen. Ein äusserst unpräzises Attribut also, mit dem uns Magazine mit ihren digital aufgerüsteten Bildern von schönen Menschen wie Missen, Models und Hollywoodstars verlocken wollen. In CINEMA 53: Schön soll aber für einmal nicht die Welt der Reichen und Schönen im Zentrum stehen, sondern die formale und inhaltliche Schönheit des Films. Uns interessieren die Ästhetik der filmischen Oberfläche und das kitschige Happyend massgeschneiderter Romanzen. Neben den schönen Schwänen bekommen aber auch die hässlichen Entlein und ekligen Biester ihren Auftritt.

Die Schönheit der gefilmten Schweizer Landschaft wird ebenso hinterfragt wie diejenige
US-amerikanischer Cheerleader oder italienischer Schönheitsköniginnen. Weitere Texte
und Bildbeiträge widmen sich der Ästhetik des Körperinnern, des versehrten Körpers und
der durch Prothesen geschaffenen Schönheit. Die Zeitlupe als Stilmittel ist ebenso ein
Thema wie die Suche nach der geeigneten Kameraführung, die blitzenden Skalpelle der
Schönheitschirurgie oder der Begriff des absoluten Schönen im Experimentalfilm.

Der Filmbrief berichtet von Tendenzen des neuen argentinischen Kinos, während die Sélection traditionsgemäss einen Überblick über das Schweizer Filmschaffen des vergangenen Jahres bietet. Das CH-Fenster beleuchtet diesmal die Schweizer Kurzfilmszene.

Herausgegeben von: Natalie Böhler, Philipp Brunner, Anita Gertiser, Veronika Grob,
Nathalie Jancso, René Müller, Nicola Ruffo, Tereza Smid, Sandra Walser

ISBN 978-3-89472-604-1
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