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<wml xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"><head><meta http-equiv="Content-Type" content="text/vnd.wap.wml;charset=ISO-8859-1"/></head><card id="main" title="KAYWA"><p><big>CINEMA</big><br/>unabh&#xE4;ngige Schweizer Filmzeitschrift<br/></p><p><small>15.11.2006,&#xA0;14:53</small><br/><b><a href="http://www.cinemabuch.ch/mobile/selection-cinema/mon-frere-se-marie-jean-stephane-bron.html">Mon fr&#xE8;re se marie [Jean-St&#xE9;phane Bron]</a></b></p><p>[<a href="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2006/11/30/mob212_1163598829.gif">bild</a>]<br/>
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Vinh steht kurz vor seiner Hochzeit mit Sarah. Als Fl&#xFC;chtlingskind in den Siebzigern adoptiert, wuchs er mit Schwester Catherine und Bruder Jacques in einer Schweizer Vorzeigefamilie auf. Seither ist viel passiert: Die Eltern Claire (Aurore Cl&#xE9;ment) und Michel (Jean-Luc Bideau) sind geschieden, Michel steht vor dem gesch&#xE4;ftlichen Bankrott, und die Geschwister haben sich entfremdet. Da melden sich &#xFC;berraschend Vinhs Mutter und Onkel aus Vietnam zu den Feierlichkeiten an, und man beschliesst, Vinh zuliebe den Schein zu wahren und die Familie f&#xFC;r die Dauer der Hochzeit wiederzuvereinen.<br/>
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Was nach klassischer Culture-Clash-Kom&#xF6;die t&#xF6;nt, wird unter Jean-St&#xE9;phane Brons Regie zum ebenso leichtf&#xFC;ssigen wie tiefgr&#xFC;ndigen Familiendrama. So hat Mon fr&#xE8;re se marie nicht wenig humoristische Ingredienzien &#x2013; etwa wenn Michels Villa wieder auf famili&#xE4;res Zuhause getrimmt wird, wenn die Familie sich den Anstrich katholischer Gl&#xE4;ubigkeit verpasst oder die Hochzeitsgesellschaft ad hoc mit Nachbarn, Arbeitskollegen und sonstigen Zufallsbekanntschaften best&#xFC;ckt wird. Doch zum Plot geh&#xF6;ren auch die unterschwelligen Spannungen zwischen den Familienmitgliedern, die einen ganzen Film lang eine schwelende Dramatik erzeugen: Nicht nur zwischen Claire und Michel brodelt es ganz geh&#xF6;rig, auch zwischen Catherine und ihrer Mutter liegt eine Menge Unausgesprochenes im Argen.<br/>
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Mit Mon fr&#xE8;re se marie wagt der Dokumentarfilmer Bron den Sprung ins Spielfilmgenre, wobei sich in der schweizerisch-franz&#xF6;sischen Koproduktion durchaus Spuren seiner vorangehenden Werke finden: etwa die Multikulti-Thematik seines La bonne conduite (1999), in dem Bron f&#xFC;nf Fahrlehrer-Sch&#xFC;ler-Paare als dokumentarische Com&#xE9;die humaine portr&#xE4;tierte, oder die spannungsvolle Dramaturgie des erfolgreichen Mais im Bundeshuus (2003), in dem der Filmemacher den Parlamentarieralltag in eine Art Thriller verwandelte. Auch formal kn&#xFC;pft Mon fr&#xE8;re se marie an Brons vorhergehendes Schaffen an: etwa wenn einzelne Sequenzen sich wie eine Art Video-Tagebuch pr&#xE4;sentieren (Jacques l&#xE4;sst seine Familienangeh&#xF6;rigen ihre Sicht der Dinge frontal in die Kamera erz&#xE4;hlen), oder wenn sich die Kadrierung an einen dokumentarischen Gestus anlehnt, die Kamera den Figuren buchst&#xE4;blich auf den Fersen bleibt und eine visuelle Dynamik erzeugt, welche die Montage mit viel Jump Cuts noch unterst&#xFC;tzt.<br/>
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Der Handlungsverlauf bleibt dabei erfrischend unvorhersehbar: Bron verzichtet auf jegliche Zugest&#xE4;ndnisse an g&#xE4;ngige Handlungsschemen &#x2013; keine grosse Aussprache, keine grosse Vers&#xF6;hnung. Und selbst solch visuelle Schl&#xFC;sselszenen wie diejenige, in der Michels ausrangierte Fabrik zum farbenfrohen Festsaal &#xE0; la vietnamienne wird, oder der Ausflug der Grossfamilie zum Matterhorn, dem Schweizer Symbolberg par excellence, werden gegen den Strich geb&#xFC;rstet: Die Festansprachen von Claire und Michel enden im Desaster, und der omin&#xF6;se Berg pr&#xE4;sentiert sich recht unspektakul&#xE4;r als nebelverhangener Sporn in einer Steinw&#xFC;ste. Zwar strapaziert die Fokussierung auf das Hier und Jetzt mitunter etwas die Glaubw&#xFC;rdigkeit des Plots und die Plastizit&#xE4;t der Charaktere. Doch bleibt der Film bis zum offenen Ende seiner ungesch&#xF6;nten, m&#xF6;glichst realit&#xE4;tsnahen Sicht der Dinge treu. Daf&#xFC;r steht auch das verhaltene &#xAB;Fazit&#xBB; des Films, das sich in einem Foto kristallisiert, das Vinhs Mutter vor dem Matterhorn macht. Dieses zeigt die Familienmitglieder so, wie sie tats&#xE4;chlich sind: als atomisierte Individuen, die ohne falsche Kompromisse ihren eigenen Weg suchen.<br/>
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P: Box Productions (Renens), Les Films P&#xE9;lleas (Paris), SRG SSR id&#xE9;e suisse, TSR 2006. B: Jean-St&#xE9;phane Bron, Karine Sudan. R: Jean-St&#xE9;phane Bron. K: Matthieu Poirot-Delpech. S: Karine Sudan. T: Luc Yersin. M: Christian Garcia. D: Aurore Cl&#xE9;ment, Jean-Luc Bideau, Cyrill Tiroley, Delphine Chuillot, Quoc Dung Nguyen, Mich&#xE8;le Rohrbach, Man Thu, Thanh An. W: Film Distribution (Paris). V: Filmcoopi (Z&#xFC;rich).<br/>
Video/35 mm, 95 Minuten, Farbe, Franz&#xF6;sisch (deutsche, englische, italienische Untertitel).<br/>&#xA0;</p><p><small><a href="http://www.cinemabuch.ch/mobile/selection-cinema/mon-frere-se-marie-jean-stephane-bron.html">Kommentare</a>&#xA0;(4)
        <br/>Kategorie:&#xA0;<a href="http://www.cinemabuch.ch/mobile/selection-cinema">S&#xE9;lection CINEMA</a><br/></small></p><p><a href="http://www.cinemabuch.ch/mobile/p539.html">&#xAB; zur&#xFC;ck</a>
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			  4<br/><a href="http://www.cinemabuch.ch/mobile/selection-cinema/mon-frere-se-marie-jean-stephane-bron.html&#38;page=10#comments">&#xAB; zur&#xFC;ck</a></p><p align="center"><br/>- KOMMENTAR VERFASSEN -</p><p><fieldset>Name<br/><input name="commentauthor" emptyok="true"/><br/>Email<br/><input name="commentauthoremail" emptyok="true"/><br/>Url<br/><input name="commentauthorurl" emptyok="true"/><br/>Kommentar<br/><input name="commentcontent" emptyok="true"/><br/></fieldset><br/><anchor><go href="http://www.cinemabuch.ch/mobile/selection-cinema/mon-frere-se-marie-jean-stephane-bron.html" method="post"><postfield name="ID" value="538"/><postfield name="action" value="moblog"/><postfield name="moblog[comments][comment_author]" value="&#36;commentauthor"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_email]" value="&#36;commentauthoremail"/><postfield name="moblog[comments][comment_author_url]" value="&#36;commentauthorurl"/><postfield name="moblog[comments][comment_content]" value="&#36;commentcontent"/><postfield name="moblog[comments][comment_autobr]" value="on"/><postfield name="moblog[comments][_submit]" value="OK"/></go>OK</anchor><br/></p><p align="center">- NAVIGATION -</p><p><a href="/mobile">Weblog Home</a><br/><a href="/mobile/latestcomments">Letzte Kommentare</a><br/><a href="/mobile/all">Kategorien</a><br/><a href="/mobile/galleries">Galerien</a><br/><a href="/mobile/blogroll">Links</a><br/><a href="/mobile/archive">Archiv</a><br/><a href="#top">Nach oben</a><br/><a href="#bottom">Nach unten</a><br/><a href="/mobile/about">&#xDC;ber mich</a><br/></p><p align="center">- META-NAVIGATION -</p><p><a href="http://home.kaywa.com/mobile">Portalog Home</a><br/><a href="http://register.kaywa.com/mobile">Registrieren</a><br/><a href="http://help.kaywa.com/mobile">Hilfe</a><br/><a href="http://about.kaywa.com/mobile">Impressum</a><br/><a href="http://tos.kaywa.com/mobile">AGB</a><br/></p><p>&#xA9; 2004-2006 Kaywa AG. Alle Rechte vorbehalten.</p></card></wml>
