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Aminatou und Moussa haben Krieg und Elend erlebt, jetzt leben sie in Frankreich und machen unter dem Namen Toumast Musik. So...</description><dc:date>2010-07-04T11:48:54Z</dc:date><dc:creator>Niklaus Sch&#xE4;fer</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/7/mob370_1278244208.jpg" alt="Toumast" title="Toumast"/><br xmlns=""/>
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Aminatou und Moussa haben Krieg und Elend erlebt, jetzt leben sie in Frankreich und machen unter dem Namen Toumast Musik. So k&#xF6;nnen sie ihre Identit&#xE4;t auch in der Fremde leben. Aminatou und Moussa kommen aus dem nomadisch lebenden Volk der Tuareg, in ihrer eigenen Sprache Imazighan (freie Menschen) oder Kel Tamascheq (Sprecher des Tamascheq). Heute leben die Tuareg sowohl unter dem Druck der modernen Staaten als auch dem der multinationalen Konzerne, die in ihrem Gebiet Uran abbauen.<br xmlns=""/>
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Neben Aminatou und Moussa, die mit ihrer Gruppe &#x2013; Toumast ist Tamascheq und heisst Identit&#xE4;t &#x2013; dem Film seinen Namen geben, kommen in Dominique Margots Dokumentarfilm auch Rebellen zu Wort &#x2013; Moussa selbst wurde in Libyen zum Soldaten ausgebildet &#x2013; sowie Tilwat, eine Gruppe von Frauen, Witwen und alleinerziehenden M&#xFC;ttern, die sich mit ihrer Musik f&#xFC;r den Frieden engagieren.<br xmlns=""/>
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Margots Film ist eine gelungene Mischung aus Musikfilm, traditionellem Dokumentarfilm mit erkl&#xE4;rendem Voice-Over und Infografiken und modernem Dokumentarfilm, in dem die Menschen selbst zu Wort kommen. Die erkl&#xE4;renden Teile in Form von Karten und Informationen zur Geschichte der Tuareg sind dabei auf jeden Fall gerechtfertigt, da selbst Araber, also auch die meisten Nordafrikaner nichts oder nur wenig &#xFC;ber die Tuareg wissen. Erst durch den Kolonialismus, gegen den sie immer wieder Widerstand geleistet haben, wurde die Vormachtstellung der Tuareg in ihrem Gebiet gebrochen.<br xmlns=""/>
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Die schweizerisch-franz&#xF6;sische Doppelb&#xFC;rgerin Dominique Margot hat lange in Frankreich als Licht- und Videok&#xFC;nstlerin des Rockzirkus Archaos gearbeitet; nach dem Studium an der Filmschule Z&#xFC;rich hat sie unter anderem f&#xFC;r arte und BBC als Kamerafrau und Regisseurin gearbeitet. Diese verschiedenen Erfahrungen finden in ihrem <i xmlns="">Toumast</i> ihre gl&#xFC;ckliche Synthese.<br xmlns=""/>
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P: maximage GmbH (Z&#xFC;rich), SF 2010. B, R: Dominique Margot. K: Matthias K&#xE4;lin, Patrick Ghiringhelli. T: Dieter Meyer, Laurent Barbey, Philippe Welsh. S: Daniel Gibel. M: Toumast, Tilwat. V: Moviebiz (Z&#xFC;rich). W: maximage GmbH (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
35 mm, Farbe, 88 Minuten, Franz&#xF6;sisch und Tamascheq.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/dharavi-slum-for-sale-lutz-konermann.html"><title>Dharavi, Slum for Sale [Lutz Konermann]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/dharavi-slum-for-sale-lutz-konermann.html</link><description>

Nirgends wohnen mehr Menschen als hier: Dharavi hat die h&#xF6;chste Bev&#xF6;lkerungsdichte der Welt: Ein Slum, zwei...</description><dc:date>2010-06-16T12:47:29Z</dc:date><dc:creator>Florian Leu</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/6/mob368_1276693005.jpg" alt="Dharavi" title="Dharavi"/><br xmlns=""/>
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Nirgends wohnen mehr Menschen als hier: Dharavi hat die h&#xF6;chste Bev&#xF6;lkerungsdichte der Welt: Ein Slum, zwei Quadratkilometer, 800'000 Leute, fr&#xFC;her ein Aussenbezirk von Bombay, heute ein Innenbezirk von Mumbai. Hier, in diesem Hubraum des Handels, werden Millionen von Hemden gen&#xE4;ht, Millionen von Kr&#xFC;gen get&#xF6;pfert, Millionen von B&#xE4;ndern geflochten. Gem&#xE4;ss einer Statistik befindet sich in jedem Haushalt Europas ein Produkt aus diesem Viertel. Wenn man auf eine der H&#xFC;tten steigt, sieht man T&#xFC;rme aus Glas und Stahl: Der &#xE4;rmste und der reichste Teil der Stadt, das Ghetto und das Bankenviertel, liegen unmittelbar nebeneinander.<br xmlns=""/>
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Dem Architekten Mukesh Mehta ist das ein Dorn im Auge. In den USA hat der Mann Villen errichtet und ist als Gewinner nach Indien zur&#xFC;ckgekehrt. Jetzt will er einen Teil Mumbais umbauen: H&#xFC;tten niederreissen, Parks anlegen, Mietsh&#xE4;user hochziehen, alles umsonst. Wer mehr als zehn Jahre im Ghetto gelebt hat, erh&#xE4;lt eine Wohnung in einem Wolkenkratzer, das ist der Plan. Die Regierung sichert ihre Unterst&#xFC;tzung zu, Beamte mit Vermessungsger&#xE4;ten tauchen auf, Beh&#xF6;rden klopfen an der T&#xFC;r, Polizisten fragen nach Papieren. In der Bev&#xF6;lkerung regt sich Widerstand, Demonstranten laufen durch die Gassen, Politiker sahnen W&#xE4;hlerstimmen ab, Sozialarbeiter schlagen die H&#xE4;nde &#xFC;ber dem Kopf zusammen. Nach einer Abstimmung verschwindet das Projekt von den Reissbrettern. Der Architekt schneidet ein bedenkliches Gesicht und macht sich davon. Der Slum bleibt, wie er ist: Voller Schmutz und Leben, Enge und Kraft.<br xmlns=""/>
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Aus dieser Geschichte haben Lutz Konermann und Rob Appleby einen mitreissenden Dokfilm gemacht. Setzte sich Konermann letztes Jahr in <i xmlns="">Der F&#xFC;rsorger</i> mit einem Hochstapler in der Schweizer High-Society auseinander, liefert er nun ein Werk aus einer der &#xE4;rmsten Gegenden der Welt. Die Globalisierungsgeschichte zeichnet sich aus durch sein Gesp&#xFC;r f&#xFC;r Gegens&#xE4;tze: Auf der einen Seite der Architekt, den wir in seinem Landhaus am Meer sehen &#x2013; wie er meditiert und aus Panoramafenstern schaut. Auf der anderen Seite die Slumbewohner, die wir in ihren Verschl&#xE4;gen sehen &#x2013; wie sie im Licht der Neonr&#xF6;hren arbeiten und in Flimmerkisten blicken. Hier die Investoren mit Bergen von Essen auf ihren Tellern, dort die Leute aus dem Ghetto mit einer Handvoll Reis in der Hand. Der Film ist schlicht und spannend erz&#xE4;hlt, seine Struktur gleicht einem Keil, der sich zwischen die Schichten und Kasten der Bev&#xF6;lkerung von Mumbai geschoben hat. Am Anfang bleiben wir jeweils lange beim Architekten und bei den Slumbewohnern. In der zweiten H&#xE4;lfte des Films macht Konermann Tempo, spitzt den Konflikt zu, wechselt &#xF6;fter zwischen den Welten, die sich immer weiter auseinanderzubewegen. F&#xFC;r die Bewohner des Slums endet die Geschichte glimpflich. Vielleicht m&#xFC;sste man sagen: Sie nimmt nicht die schlimmstm&#xF6;gliche Wendung. Doch dass Dharavi Probleme der Superlative hat, wie Wohnungsmangel und Arbeitslosigkeit, mangelnde Hygiene und grassierende Kinderarbeit, daran &#xE4;ndert auch die abgewendete Katastrophe nichts.<br xmlns=""/>
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P: Hugofilm Productions GmbH (Z&#xFC;rich), Tradewind Pictures GmbH (K&#xF6;ln), SF, SRG SSR id&#xE9;e suisse 2010. B: Rob Appleby. R, K: Lutz Konermann. S: Stefan K&#xE4;lin, Michael Schaerer. T: Ron Appleby, Farida Pacha. M: D&#xFC;rbeck &amp; Dohmen. D: Mukesh Mehta, Rais Khan, Soni Shrivastava, Cyrus Guzder, Ranchod Tank. V: Frenetic Films AG (Z&#xFC;rich). W: Frenetic Films AG (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
35 mm, Farbe, 80 Minuten, Englisch und Deutsch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/cosa-voglio-di-piu-silvio-soldini.html"><title>Cosa voglio di pi&#xF9; [Silvio Soldini]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/cosa-voglio-di-piu-silvio-soldini.html</link><description>

Das Handy spielt die Hauptrolle in diesem Film. Mal wird es von einer Frau gedr&#xFC;ckt, die einen Anruf ihrer Aff&#xE4;re...</description><dc:date>2010-05-31T12:37:42Z</dc:date><dc:creator>Florian Leu</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/5/mob367_1275309530.jpg" alt="Cosa voglio di piu" title="Cosa voglio di piu"/><br xmlns=""/>
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Das Handy spielt die Hauptrolle in diesem Film. Mal wird es von einer Frau gedr&#xFC;ckt, die einen Anruf ihrer Aff&#xE4;re erwartet. Mal h&#xE4;lt es die Tochter der Aff&#xE4;re in der Hand und nimmt es ab, als die Frau anruft, die Kinderstimme h&#xF6;rt und wieder auflegt. Mal zittert es und l&#xE4;sst mit Pixeln den Puls der Frau in die H&#xF6;he schnellen. Mal liegt es still da und gl&#xE4;nzt ein wenig &#x2013; <i xmlns="">Cosa voglio di pi&#xF9;</i> zeigt das Handy als minimalistischen Charakterdarsteller auf der H&#xF6;he seiner Kunst.<br xmlns=""/>
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In den Nebenrollen: Alba Rohrwacher als Anna und Pierfrancesco Favino als Domenico, B&#xFC;roangestellte die eine, Aushilfskellner der andere, beide verheiratet, sie mit einem dicken Heimwerker, er mit einer m&#xFC;den Hausfrau. In ihrer ersten Szene schenkt er ihr Champagner ein, in der zweiten gibt er ihr seine Telefonnummer, in der dritten sitzt sie in einem Caf&#xE9; und wartet auf ihn. Pl&#xF6;tzlich packt sie die Angst, abrupt steht sie auf, rasch geht sie raus und st&#xF6;sst mit ihm zusammen. Szenen einer Aff&#xE4;re: Sie k&#xFC;ssen sich in Hauseing&#xE4;ngen, treffen einander in Motels, tippen sich Kurzbotschaften, erregen den Verdacht der Zuhausegebliebenen, reissen aus nach Tunesien.<br xmlns=""/>
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Silvio Soldinis Neuling zeigt ihn als Meister des Realismus, als einen Dardenne auf Italienisch. Rohrwacher und Favino sagen ihre wenigen S&#xE4;tze auf eine Weise, als tr&#xE4;ten sie in einem Dokumentarfilm auf. Das Drehbuch, das Soldini mit Doriana Leondeff und Angelo Carbone geschrieben hat, ist schlicht und witzig, trauriger als <i xmlns="">Pane e tulipani</i> (I/CH 2000), doch n&#xE4;her an der Wirklichkeit. Einige Szenen k&#xF6;nnten kaum trivialer sein, doch ist es ihre vermeintliche Einfachheit, die sie so bestechend machen. Als Favinos Domenico von seiner Frau aus der Wohnung geworfen wird und im Auto &#xFC;bernachtet, klopft auf einmal ein Mann an die Scheibe der Beifahrerseite und steigt ein. Es ist der Vater der Frau, einen ernsten Ausdruck im Gesicht, eine fleckige T&#xFC;te in der Hand. Er sagt, als w&#xFC;rde er dem Oberarzt das Operationsbesteck reichen: &#x201E;Hier hast du die Croissants. Jetzt geh in die Wohnung hoch und mach die Sache wieder gut, bevor die Kleinen wach sind.&#x201C;<br xmlns=""/>
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P: Lumi&#xE8;re &amp; Co. ( Milano), Vega Film (Z&#xFC;rich), RSI 2010. B: Doriana Leondeff, Angelo Carbone, Silvio Soldini. R: Silvio Soldini. K: Ramiro Civita. T: Fran&#xE7;ois Musy. S: Carlotta Cristiani. M: Giovanni Venosta. D: Alba Rohrwacher, Pierfrancesco Favino, Giuseppe Battiston, Teresa Saponangelo. V: Filmcoopi AG (Z&#xFC;rich). W: Pyramide International (Paris).<br xmlns=""/>
35 mm, Farbe, 126 Minuten, Italienisch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/david-wants-to-fly-david-sieveking.html"><title>David Wants to Fly [David Sieveking]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/david-wants-to-fly-david-sieveking.html</link><description>

Wenige lebende Filmemacher werden von Filmstudenten derartig kultartig verehrt wie David Lynch. Auch Filmschulabsolvent...</description><dc:date>2010-05-31T07:56:39Z</dc:date><dc:creator>Nathan Schocher</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/5/mob366_1275292652.jpg" alt="David Wants to Fly" title="David Wants to Fly"/><br xmlns=""/>
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Wenige lebende Filmemacher werden von Filmstudenten derartig kultartig verehrt wie David Lynch. Auch Filmschulabsolvent David Sieveking w&#xFC;rde gerne so r&#xE4;tselhaft-d&#xFC;stere Filmwelten erschaffen wie sein ber&#xFC;hmter Namensvetter. Leider fehlt ihm dazu die Inspiration, und so erhofft sich Sieveking von einem pers&#xF6;nlichen Treffen mit Lynch wertvolle Tipps und Hinweise auf Lynchs eigene Inspirationsquellen. Lynch empfiehlt dem Jungfilmer Transzendentale Meditation (TM). Sieveking befolgt Lynchs Rat und besucht sofort einen teuren TM-Einf&#xFC;hrungskurs. Anf&#xE4;nglich scheint das Meditieren zu wirken, aber nach ersten R&#xFC;ckschl&#xE4;gen beginnt Sieveking genauer zu recherchieren, worauf er sich mit der Transzendentalen Meditation eigentlich eingelassen hat. Seine Recherchen dokumentiert er mit der Kamera. Es stellt sich heraus, dass TM eine durch Spendengelder finanzierte weltumspannende Organisation ist, die in sogenannten &#x201E;Universit&#xE4;ten der Unbesiegbarkeit&#x201C; und Camps f&#xFC;r Yogische Flieger den Weltfrieden anstrebt. Sieveking lernt bald auch TM-Aussteiger kennen, die vom autorit&#xE4;ren und widerspr&#xFC;chlichen Verhalten des TM-Gr&#xFC;nders Maharishi und dem obskuren Finanzgebaren der Organisation nichts Gutes zu berichten haben. Als Sieveking darauf sein Idol David Lynch mit kritischen Fragen konfrontieren will, blockt dieser pl&#xF6;tzlich ab und will bei allf&#xE4;lliger Ver&#xF6;ffentlichung des Filmmaterials den Jungfilmer verklagen.<br xmlns=""/>
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Selbstironisch berichtet Sieveking in <i xmlns="">David Wants to Fly</i> &#xFC;ber seinen Selbstversuch mit der Transzendentalen Meditation. Er lehnt sich dabei klar an den forsch-investigativen Dokumentarfilmstil eines Michael Moore oder Morgan Spurlock (<i xmlns="">Super Size Me</i>, USA 2004) an. Daraus ergeben sich einige am&#xFC;sante Momente, wenn etwa Sieveking im Schneidersitz das Yogische Fliegen &#xFC;bt oder als Resultat einer kreativen Anwandlung die Grossmutter seiner Freundin stundenlang hinter einem Vorhang versteckt, um dieser einen Lynch-m&#xE4;ssigen Empfang zu bereiten. Mit der Zeit beginnt der omnipr&#xE4;sente Sieveking mit seiner gespielten Naivit&#xE4;t allerdings zu nerven, da es dem Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion schwerf&#xE4;llt, dem Publikum die Entwicklung vom Lynch-Fan zum Sekten-Kritiker glaubhaft nachzuzeichnen. Formal weist der Film keine klare Linie auf: Meditative Landschaftsaufnahmen wechseln sich ab mit verwackelten Handkamera-Bildern. Eindr&#xFC;cklich sind hingegen Szenen wie die von Tumulten &#xFC;berschattete Grundsteinlegung f&#xFC;r eine Universit&#xE4;t der Unbesiegbarkeit auf dem historisch vorbelasteten Teufelsberg in Berlin.<br xmlns=""/>
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P: Lichtblick Film- und Fernsehproduktion GmbH (K&#xF6;ln), Dschoint Ventschr Filmproduktion (Z&#xFC;rich) 2010. B, R: David Sieveking. K: Adrian St&#xE4;hli. T: Johannes Schmelzer-Ziringer. S: Martin Kayser-Landwehr. M: Karl Stirner. V: Praesens-Film AG (Z&#xFC;rich). W: Lichtblick Film- und Fernsehproduktion GmbH (K&#xF6;ln)<br xmlns=""/>
35 mm, Farbe, 97 Minuten, Deutsch/Englisch/Hindi]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/guru-bhagwan-his-secretary-and-his-bodyguard-sabine-gisiger-beat-haener.html"><title>GURU &#x2013; Bhagwan, his Secretary and his Bodyguard [Sabine Gisiger, Beat H&#xE4;ner]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/guru-bhagwan-his-secretary-and-his-bodyguard-sabine-gisiger-beat-haener.html</link><description>

Der Guru im Rolls Royce: Das Bild ging in den 1980er-Jahren durch die Medien und machte Bhagwan Shri Rajneesh, heute bekannt...</description><dc:date>2010-05-28T10:29:20Z</dc:date><dc:creator>Natalie B&#xF6;hler</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/5/mob365_1275042832.jpg" alt="Guru" title="Guru"/><br xmlns=""/>
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Der Guru im Rolls Royce: Das Bild ging in den 1980er-Jahren durch die Medien und machte Bhagwan Shri Rajneesh, heute bekannt als Osho, weltweit ber&#xFC;hmt-ber&#xFC;chtigt. Bhagwans Ashram im indischen Pune, gegr&#xFC;ndet in den 1970er-Jahren, wurde zur Zulaufsstelle f&#xFC;r Westler auf der Suche nach alternativen Lebensformen und der Befreiung von sozialen und psychischen Zw&#xE4;ngen. Nach Konflikten mit der indischen Regierung zog Bhagwans Anh&#xE4;ngerschaft 1981 in die USA um und gr&#xFC;ndete Rajneeshpuram, eine Grosskommune in Oregon. Was als spirituelle Utopie gedacht war, kippte bald in eine totalit&#xE4;r strukturierte Gesellschaft, gepr&#xE4;gt von Paranoia und Gr&#xF6;ssenwahn.<br xmlns=""/>
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Das Ziel des Dokumentarfilms <i xmlns="">GURU &#x2013; Bhagwan, his Secretary and his Bodyguard</i> von Sabine Gisiger und Beat H&#xE4;ner ist es, den Gr&#xFC;nden f&#xFC;r diesen Wandel auf die Spur zu kommen. Dazu arbeiten die Filmemacher mit dem strukturellen Mittel der Gegen&#xFC;berstellung zweier wichtiger Figuren aus Bhagwans Gefolgschaft: Sheela Birnstiel, seiner ehemaligen Sekret&#xE4;rin, und Hugh Milne, seinem Leibw&#xE4;chter. Beide erz&#xE4;hlen von ihrer Zeit im Ashram und ihrem anschliessenden Bruch mit dem Guru, seiner Lehre und seiner Gemeinschaft. Reichhaltiges, sorgf&#xE4;ltig recherchiertes Archivmaterial, das das Leben im Ashram dokumentiert, bringt visuelle Abwechslung in den Film, der sonst ganz auf die Portr&#xE4;ts von Birnstiel und Milne setzt.<br xmlns=""/>
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<i xmlns="">GURU</i> erz&#xE4;hlt die Entwicklung von Bhagwans Gemeinschaft als klassische, chronologische Narration von Aufstieg und Zerfall: Was als Befreiung und Utopie beginnt, artet aus zum Grossunternehmen, das neue Abh&#xE4;ngigkeiten schafft und in dessen Zentrum das Verlangen nach Macht und Geld steht. Es ist die Geschichte einer ideologischen Bewegung, die ihre Unschuld verliert; an die Stelle spiritueller Suche tritt die bedingungslose Unterwerfung unter starre Regeln einer Obrigkeit.<br xmlns=""/>
Die Konzentration auf die beiden gut ausgew&#xE4;hlten Portr&#xE4;tierten schafft eine grosse N&#xE4;he zu ihnen und ihren Erlebnissen. Stellenweise w&#xE4;re mehr Tiefe in der Betrachtung w&#xFC;nschenswert, um hinter dem Stereotyp eines mystischen Indiens mehr Differenzierung zu gewinnen. Allzu leicht laufen die Schlagworte Tantra, freier Sex, Verschmelzung von Ost und West sonst Gefahr, ein pauschal exotisiertes Bild von Spiritualit&#xE4;t und eine vereinfachende Ost-West-Dichotomie abzugeben. Ausserdem w&#xE4;ren mehr Kommentare zum Archivmaterial interessant, um den Alltag im Ashram besser vorstellbar zu machen. Viele Fragen bleiben am Schluss des Films offen. Wie unterscheidet sich Bhagwans Gemeinschaft von anderen Ashrams? Wie sieht ihre Gegenwart aus? Das gr&#xF6;sste R&#xE4;tsel bleibt jedoch, worin nun eigentlich die einzigartige Anziehungskraft des Gurus bestand: Bis zum Schluss bleibt Rajneesh eine fremde, schillernde Figur.<br xmlns=""/>
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P: Das Kollektiv f&#xFC;r audiovisuelle Werke GmbH, Teleclub, SF 2010. B / R: Sabine Gisiger und Beat H&#xE4;ner. K: Beat H&#xE4;ner, Matthias K&#xE4;lin. S: Barbara Weber. M: Marcel Vaid. V: Filmcoopi AG, Z&#xFC;rich. W: Das Kollektiv f&#xFC;r audiovisuelle Werke GmbH, Z&#xFC;rich.<br xmlns=""/>
35mm, Farbe, 98 Min., Dolby Digital, Englisch]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/unser-garten-eden-mano-khalil.html"><title>Unser Garten Eden [Mano Khalil]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/unser-garten-eden-mano-khalil.html</link><description>

Mit humorvoll-ironischem, aber dennoch immer respektvollem Blick zeigt der kurdische Kameramann und Regisseur Mano Khalil in...</description><dc:date>2010-05-03T08:09:51Z</dc:date><dc:creator>Bettina Spoerri</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/5/mob364_1272874230.jpg" alt="Unser Garten Eden" title="Unser Garten Eden"/><br xmlns=""/>
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Mit humorvoll-ironischem, aber dennoch immer respektvollem Blick zeigt der kurdische Kameramann und Regisseur Mano Khalil in seinem fein beobachteten Dokumentarfilm, wer heute in der Schweiz so alles den Traum vom eigenen Garten mit Holzh&#xE4;uschen lebt. <i xmlns="">Unser Garten Eden</i> beleuchtet einen Schweizer Mythos, den Inbegriff kleinb&#xFC;rgerlicher Sehns&#xFC;chte, den Schrebergarten: diese wenigen Quadratmeter Land, wo sich erholungsbed&#xFC;rftige und natursehns&#xFC;chtige Menschen ihr Mini-Freizeit-Paradies einrichten und manche von ihnen im Schweisse ihres Angesichts liebevoll oder auch verbissen die eigenen Blumen, Gem&#xFC;sesorten oder Fr&#xFC;chte z&#xFC;chten.<br xmlns=""/>
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In locker aneinandergereihten Episoden &#x2013; ganz so, wie es der Mosaik-Struktur der Schrebergartenarchitektur entspricht &#x2013; erz&#xE4;hlt der Film von den &#xAB;alten&#xBB; und &#xAB;neuen&#xBB; Schweizern, die sich in einem Berner Schrebergartenareal zwischen Tomatenbeeten, Bierreservoirs und Fleischgrill-Festen in multikultureller Koexistenz und Toleranz zu &#xFC;ben versuchen. &#xDC;ber l&#xE4;ngere Zeit hat Mano Khalil die Schrebergarten-P&#xE4;chter immer wieder besucht, darunter mehrere ehemalige italienische Gastarbeiter, wie etwa Domenico Manzo, der seit 45 Jahren in der Schweiz lebt, aber manchmal nicht weiss, ob er richtig entschieden hat, das schwerm&#xFC;tige polnische Paar Boganski in seiner aufbrechenden Ehekrise und der Kurde Ali mit seiner Frau Fatima, die im Schrebergarten das Fladenbrot noch auf traditionelle Weise zubereitet. Oder auch das aufgestellte algerisch-schweizerische Ehepaar Barka, das sich &#xFC;ber manche Streitereien der anderen am&#xFC;siert, und die unzertrennlichen Br&#xFC;der &#xAB;Aschi&#xBB; und &#xAB;Hausi&#xBB; Wirth.<br xmlns=""/>
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Khalil zeigt in <i xmlns="">Unser Garten Eden</i>, wie sehr ein Schrebergarten ein facettenreicher gesellschaftlicher Mikrokosmos ist, der kabarettistische Nummern und absurde Vorf&#xE4;lle, aber auch sehr existentielle Geschichten bereith&#xE4;lt &#x2013; ein Ort voller Originale, Aussteiger, verbohrter Typen und einiger Lebensk&#xFC;nstler. Da wird st&#xE4;ndig am H&#xE4;uschen gebastelt, um es noch ein wenig gem&#xFC;tlicher zu haben, oder der Plan f&#xFC;r einen so richtig grossen Spanferkel-Grill entworfen. Doch die Schrebergartenvorschriften, wo man so nahe aufeinander sitzt, sind akribisch, und wenige Zentimeter zu viel k&#xF6;nnen bereits gr&#xF6;ssere Auseinandersetzungen nach sich ziehen. F&#xFC;r schwierigere F&#xE4;lle gibt es die Vollversammlung. Und den strengen Gartenpr&#xE4;sidenten Giuseppe Assante mit seinem akkurat geschnittenen Bart, der in Anzug und Krawatte die Parzellen abschreitet und &#xFC;ber die Einhaltung der Regeln wacht &#x2013; seine Auftritte haben gar eine Art &#xAB;running gag&#xBB;-Qualit&#xE4;t. Ein Schrebergarten, das macht dieser witzige, aber unterschwellig auch sehr ernste Dokumentarfilm deutlich, ist auch ein Miniaturabbild und eine &#xDC;bungswiese in Sachen Schweizer Demokratie.<br xmlns=""/>
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P: Mano Khalil (Schweiz) 2010. B/R: Mano Khalil. K: Mano Khalil, Steff Bossert. T: Andrea Leila K&#xFC;hni, Ravin Asaf. S: Thomas Bachmann. M: Mario Batkovic, Kummerbuben. V: Look Now! (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
HD-Cam, 16:9, Farbe, 97 Minuten, Schweizerdeutsch / Deutsch / Franz&#xF6;sisch / Italienisch / Kurdisch]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/lila-lila-alain-gsponer.html"><title>Lila, Lila [Alain Gsponer]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/lila-lila-alain-gsponer.html</link><description>

In seinem 2004 erschienenen Roman &#xAB;Lila, Lila&#xBB; erz&#xE4;hlte der Schweizer Bestsellerautor und Drehbuchschreiber...</description><dc:date>2010-04-30T12:33:52Z</dc:date><dc:creator>Sonja Wenger</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/6/mob369_1277901292.jpg" alt="lila lila" title="lila lila"/><br xmlns=""/>
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In seinem 2004 erschienenen Roman &#xAB;Lila, Lila&#xBB; erz&#xE4;hlte der Schweizer Bestsellerautor und Drehbuchschreiber Martin Suter raffiniert, am&#xFC;sant und dicht die Geschichte des unfreiwilligen Hochstaplers David Kern. Der junge Schweizer Regisseur Alain Gsponer hat nun den gleichnamigen Film dazu ins Kino gebracht, vorlagengetreu mit einem zus&#xE4;tzlichen Schuss Charme.<br xmlns=""/>
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David Kern ist ein einfacher Kellner ohne Ambitionen aber heimlich und chancenlos verliebt in die Literaturstudentin Marie, die mit ihrer Clique oft im Restaurant zu Gast ist. Als David auf dem Flohmarkt ein Nachttischchen ersteht, findet er darin ein Manuskript. Es ist eine ber&#xFC;hrende und dramatische Liebesgeschichte, die ihn sofort fesselt. Seine Nachforschungen ergeben, dass niemand den Autor zu kennen scheint, worauf in David der fatale Entschluss reift, das Werk als sein eigenes auszugeben um damit Marie zu beeindrucken.<br xmlns=""/>
Der miese Trick funktioniert: Marie ist nicht nur begeistert von der Geschichte, sie sieht auch den Autor mit neuen Augen. Und f&#xFC;r die vielen Widerspr&#xFC;che zwischen dem Menschen David und dem Autoren Kern scheint es immer eine halbwegs plausible Erkl&#xE4;rung zu geben.<br xmlns=""/>
Doch wie es gerne geht mit einer kleinen L&#xFC;ge, w&#xE4;chst sie beharrlich und fordert immer neue Verdrehungen der Wahrheit. Denn was David nicht bedacht hat: In ihrer Begeisterung sendet Marie das Manuskript an einen Verlag &#x2013; und pl&#xF6;tzlich steht die Literaturwelt Kopf. Alle reissen sich um das neu entdeckte Talent.<br xmlns=""/>
Gerade als David beginnt, den Rummel um seine Person zu geniessen, holt ihn jedoch die Vergangenheit ein. W&#xE4;hrend einer Signierstunde steht Jacky, ein heruntergekommener Alkoholiker, vor ihm und gibt sich als der wahre Autor des Manuskripts aus. David sieht sich gezwungen, dessen Schweigen mit Geld zu erkaufen.<br xmlns=""/>
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Regisseur Gsponer, der bereits mit Filmen wie <i xmlns="">Das wahre Leben</i> (D/CH 2006) oder <i xmlns="">Rose</i> (D 2005) ein gl&#xFC;ckliches H&#xE4;ndchen f&#xFC;r tolle Stoffe und noch mehr Sensibilit&#xE4;t bei deren Umsetzung bewies, schafft es auch hier, aus peinlichen Momenten den Voyeurismus herauszunehmen und das zutiefst Menschliche dahinter zu zeigen.<br xmlns=""/>
Doch <i xmlns="">Lila, Lila</i> lebt auch von seiner integren Besetzung. So &#xFC;berzeugt Hannah Herzsprung als grundehrliche und bodenst&#xE4;ndige Marie und auch David ist mit Daniel Br&#xFC;hl perfekt besetzt. Erg&#xE4;nzt wird das Duo durch Henry H&#xFC;bchen als Jacky, der mit fettigen Haaren, schmierigem L&#xE4;cheln und salbungsvollen Worten alles und jeden provoziert, und am Ende doch das Beste aus ihnen herausholt.<br xmlns=""/>
Das alles macht <i xmlns="">Lila, Lila</i> zu einem erfrischend ironischen Gute-Laune-Film f&#xFC;r ein anspruchsvolles Publikum, das sich nicht mit billigen Kalauern zufrieden geben und ein Happyend verdient und erk&#xE4;mpft sehen will.<br xmlns=""/>
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P: Film 1 (Berlin), Falcom Media Group (Berlin), Millbrook Pictures AG (Z&#xFC;rich) 2009. B: Alex Buresch, Martin Suter (Roman). R: Alain Gsponer. K: Matthias Fleischer. S: Barbara Gies. M: Max Richter. D: Daniel Br&#xFC;hl, Hannah Herzsprung, Henry H&#xFC;bchen, Kirsten Block, Alexander Khuon, Godehard Giese, Stefan Ruppe. W: Falcom Media Group (Berlin).<br xmlns=""/>
35mm, Farbe, 104 Minuten, Deutsch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/pizza-bethlehem-bruno-moll.html"><title>Pizza Bethlehem [Bruno Moll]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/pizza-bethlehem-bruno-moll.html</link><description>

Seit mehreren Jahren schon &#xFC;ben sich Yolanda, Rosa, Nat&#xE2;sa, Elmaze, Marie, Agime, Alessandra, Daria und Tiziana in...</description><dc:date>2010-04-20T10:50:46Z</dc:date><dc:creator>Bettina Spoerri</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/4/mob363_1271760892.jpg" alt="" title=""/><br xmlns=""/>
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Seit mehreren Jahren schon &#xFC;ben sich Yolanda, Rosa, Nat&#xE2;sa, Elmaze, Marie, Agime, Alessandra, Daria und Tiziana in Ballgef&#xFC;hl, Kurzsprint, Dribbling und Spieltaktik. Die 15- bis 16-j&#xE4;hrigen M&#xE4;dchen sind die energiegeladenen Protagonistinnen in Bruno Molls leichtf&#xFC;ssigem Dokumentarfilm &#xFC;ber den Berner Frauenfussballclub Bethlehem &#x2013; der einzige Mann auf dem Feld ist Trainer Gian-Luca de Febis, der ihnen mit Lob und Kritik zur Seite steht und sie bisweilen ermahnt, er wolle &#xAB;nicht Sch&#xF6;nheit&#xBB; sehen, sondern &#xAB;K&#xF6;rpereinsatz&#xBB;. Damit st&#xF6;sst er allerdings bei diesen Frauen auf offene Ohren, denn auch sie meinen, sie seien nicht dazu da, um Barbie-Puppen zu spielen.<br xmlns=""/>
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In Bruno Molls <i xmlns="">Pizza Bethlehem</i> geht es aber nicht nur um die weibliche Zukunft des beliebten Ballsports, sondern vor allem auch um die Zukunft der Schweiz. Bethlehem, ein Aussenquartier der Schweizer Hauptstadt, weist n&#xE4;mlich einen hohen Ausl&#xE4;nderanteil auf &#x2013; und dieses Verh&#xE4;ltnis spiegelt sich auch in der Zusammensetzung dieses Fussballclubs. Aus Frankreich und Italien, Serbien und Mazedonien, Angola und Nigeria stammen die Eltern der Fussballspielerinnen: ein Mikrokosmos des kulturellen Wandels in der Schweiz. Neugierig, mit einem offenen Blick erfragt der Filmemacher die Eckpfeiler, an denen sich diese junge Frauengeneration orientiert: ihr Selbstverst&#xE4;ndnis als Migrantenkinder in der Schweiz und ihr Verh&#xE4;ltnis zu Herkunftsland, Religion, Sprache und Kultur ihrer Eltern. Die Fussballspielerinnen stehen zudem an der Schwelle zum Erwachsenenleben, und die Kamera begleitet sie zu Vorstellungsgespr&#xE4;chen und ersten Arbeitstagen.<br xmlns=""/>
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Ansteckend ist die geballte Lebenslust der kecken Frauen, die ebenso furchtlos das Fussballfeld zu beherrschen versuchen, wie sie sich beim Shoppen in die h&#xF6;chsten St&#xF6;ckelschuhe verlieben oder vor dem Fernseher sitzend haufenweise Schlagrahm, Schokolade, Eis und andere S&#xFC;ssigkeiten vertilgen. Offenherzig sprechen sie &#xFC;ber ihren Sprachgebrauch oder &#xFC;bers Schminken bis hin zu politischen Fragen bez&#xFC;glich Gewalt und Intoleranz.<br xmlns=""/>
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Manchmal droht da der Film in thematische Beliebigkeit abzugleiten. Doch Bruno Moll beleuchtet in lockerer Form, im Wechsel zwischen Gruppenszenen und Einzelportr&#xE4;ts, die Frauenmannschaft von verschiedenen, aufschlussreichen Seiten. Ein bisschen ist das in der Komposition vergleichbar mit dem Rap des FC Bethlehem, den die Spielerinnen auf der Reise im Mannschaftsbus zusammen reimen: &#xAB;PizzaPizzaPizza&#x2026;&#xBB; lautet das Grundpattern, auf das &#xAB;Schinken&#xBB;, &#xAB;Ananas!&#xBB; und weitere Zutaten im richtigen Rhythmus zu liegen kommen. So entsteht eine bunte Pizza, die viele verschiedene Ingredienzien in sich aufzunehmen vermag. Eine &#xAB;Pizza Bethlehem&#xBB; eben. Eine solche ist in diesem Land keine Utopie mehr.<br xmlns=""/>
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P: PS Film GmbH (Z&#xFC;rich) 2010. B/R: Bruno Moll. K: Ueli Grossenbacher. T: Balthasar Jucker, Olivier Jean-Richard. S: Anja Bombelli. M: W&#xE4;di Gysi. V: trigon-film (Ennetbaden).<br xmlns=""/>
Digital HD, Farbe, 90 Minuten, Dialekt.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/p674.html"><title>B&#xF6;d&#xE4;l&#xE4; &#x2013; Dance the Rhythm [Gitta Gsell]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/p674.html</link><description>

Egal, ob da einer in der Toggenburger Tracht die Tanzpartnerin hofiert, im Morgengrauen durch das vom Raureif bedeckte Gras...</description><dc:date>2010-04-08T15:25:37Z</dc:date><dc:creator>Doris Senn</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/4/mob362_1270740373.jpg" alt="B&#xF6;d&#xE4;l&#xE4;" title="B&#xF6;d&#xE4;l&#xE4;"/><br xmlns=""/>
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Egal, ob da einer in der Toggenburger Tracht die Tanzpartnerin hofiert, im Morgengrauen durch das vom Raureif bedeckte Gras steppt oder auf der B&#xFC;hne zu zweit eine atemberaubende Performance absolviert wird: Alles ist Rhythmus &#x2013; Klopfen, Stampfen, Trommeln, Wischen, Wirbeln, Pochen und Pulsieren. Und zieht einen von der ersten Minute an in Bann.<br xmlns=""/>
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Ausgehend von einem urchigen Brauchtum &#x2013; dem B&#xF6;d&#xE4;l&#xE4;, etwas salopp gesagt: einer schweizerischen Version des Stepptanzes &#x2013; spannt Gitta Gsell in ihrem gleichnamigen Dokumentarfilm ihre F&#xE4;den in ein weltl&#xE4;ufiges Geflecht von Tanztraditionen, in dem der K&#xF6;rper als Perkussionsinstrument dient. Mit den F&#xFC;ssen in erster Linie &#x2013; aber auch mit den H&#xE4;nden und der Stimme. Dazu geh&#xF6;ren Stepptanz, Irish Dance und Flamenco. Allen gemeinsam ist die Verbindung des perkussiven Elements mit der Bewegung, dem Tanz. Und was es da an M&#xF6;glichkeiten gibt, ist schlicht atemberaubend &#x2013; insbesondere, wenn die traditionellen Formen mit innovativen Elementen aufgemischt werden.<br xmlns=""/>
So etwa Lukas Weiss, der allein, aber auch in der Gruppe (Friends &amp; Rhythm), eine kosmopolitische Collage aus den verschiedensten Perkussionstraditionen miteinander verbindet und sie auf den unterschiedlichsten Unterlagen erprobt: von der Parkbank &#xFC;ber die Betontreppe bis hin zu Holz- und Metallplatten. Oder Ania Losinger, die nach vielen Jahren Flamenco den Ausbruch wagte und nun eine faszinierende Klanglandschaft mit ihrem Xala schafft: einem mit langen St&#xF6;cken und tanzend bespielten Bodenxylophon.<br xmlns=""/>
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Gitta Gsell, von welcher der Spielfilm <i xmlns="">Propellerblume</i> (1997) und das Doku-Portr&#xE4;t <i xmlns="">Ir&#xE8;ne Schweizer &#x2013; Jazzpianistin</i> (2006) stammen, wollte mit ihrem Projekt der Faszination des selbst erzeugten Rhythmus auf den Grund gehen und dabei auch die kontroverse Beziehung zwischen Tradition und Moderne unter die Lupe nehmen. Was ihr in ihrem assoziativ zusammengestellten Film auch gelingt: So etwa wenn sie die Irish-Dance-Weltmeister-Anw&#xE4;rterin Sabrina W&#xFC;st portr&#xE4;tiert, die mit der Lockenper&#xFC;cke und dem p&#xFC;ppchenhaften Kleid hadert, beides Bedingungen f&#xFC;r den Wettkampf. Oder wenn sich beim B&#xF6;d&#xE4;l&#xE4; die Geschlechterfrage stellt, weil Frauen sich ebenfalls mit den Holzabs&#xE4;tzen auf der Tanzb&#xFC;hne Geh&#xF6;r verschaffen wollen.<br xmlns=""/>
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In einer leichtf&#xFC;ssigen Montage verbindet Bernhard Lehner in <i xmlns="">B&#xF6;d&#xE4;l&#xE4; &#x2013; Dance the Rhythm</i> die verschiedenen Facetten dieses Ph&#xE4;nomens und die Portr&#xE4;ts der Protagonisten und Protagonistinnen. Um den einheimischen Aspekt zu gewichten, kommt das Schweizer Brauchtum rund um das B&#xF6;d&#xE4;l&#xE4; vielleicht etwas zu ausgiebig zum Zug: die Volksmusik-Stubete im Toggenburgischen, ein Viehmarkt, ein Alpaufzug &#x2013; und was es an perkussiv-musikalischen Traditionen sonst noch gibt wie Geisselchl&#xF6;pfen, Chlefelen, Talerschwingen und Z&#xE4;uerlen. Doch obwohl hier etwas ausschweifend, ist der Film als Ganzes mindestens so packend und mitreissend wie das Ph&#xE4;nomen, das er beschreibt.<br xmlns=""/>
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P: Reck Filmproduktion (Z&#xFC;rich), SF 2010. B/R: Gitta Gsell. K: Hansueli Schenkel, Peter Guyer, Patrick Lindenmaier, Gitta Gsell, Heidi Hiltebrand. T: Dieter Meyer, Patrick Becker. S: Bernhard Lehner. V: Columbus Film (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
35 mm / Farbe / 78 Minuten / Schweizerdeutsch, Englisch]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/zwerge-sprengen-christof-schertenleib.html"><title>Zwerge sprengen [Christof Schertenleib]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/zwerge-sprengen-christof-schertenleib.html</link><description>

Hannes und Thomas Sch&#xF6;ni sind zwei Br&#xFC;der, deren Leben verschiedener nicht sein k&#xF6;nnte. Wie jedes Jahr im...</description><dc:date>2010-04-08T15:17:04Z</dc:date><dc:creator>Nathalie Jancso</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/4/mob361_1270740144.jpg" alt="Zwerge sprengen" title="Zwerge sprengen"/><br xmlns=""/>
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Hannes und Thomas Sch&#xF6;ni sind zwei Br&#xFC;der, deren Leben verschiedener nicht sein k&#xF6;nnte. Wie jedes Jahr im Herbst treffen sie sich in ihrem Elternhaus im Emmental zum gemeinsamen &#xAB;Zwerge sprengen&#xBB;. Das j&#xE4;hrliche Familienritual nimmt Regisseur und Drehbuchautor Christof Schertenlaib zum Anlass f&#xFC;r eine vielschichtige Studie schweizerischer Befindlichkeiten und eine tragikomische Familiengeschichte, in deren Verlauf einige ungem&#xFC;tliche Wahrheiten ans Licht kommen.<br xmlns=""/>
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Hannes Sch&#xF6;ni (Michael Neuenschwander) ist ein charmanter Schlawiner, der in der grossen Welt der internationalen Finanzm&#xE4;rkte mitmischen will. Doch wie so oft steckt er grad wiedermal in der Patsche: Ein Deal droht bachab zu gehen, und seine Freundin hat ihn verlassen. Sein Bruder Thomas (Max Gertsch) hat es nie aus dem Heimatdorf im Emmental herausgeschafft: Mit seiner Frau f&#xFC;hrt er eine Arztpraxis, 180 Schritte vom Elternhaus entfernt. Zwischen t&#xE4;glichem Joggen und streng rationalisiertem Zigarettenkonsum zaudert er mit seinem wohl geordneten Leben. Vater Sch&#xF6;ni (Urs Bihler) predigt von der Kanzel herab die protestantische Moral, doch der Sittenzerfall hat im Pfarrhaus l&#xE4;ngst Einzug gehalten, wohnt doch seine ehemalige Geliebte mit ihrem Sohn oberhalb des Dorfes und k&#xE4;mpft mit der Einsamkeit und ihrer Alkoholsucht.<br xmlns=""/>
Als Hannes mit einer Zufallsbekanntschaft zum allj&#xE4;hrlichen Familienritual eintrifft, spitzen sich die lange g&#xE4;renden Konflikte zu. Erst recht, als die beiden Br&#xFC;der einer alten Liebe (Sara Capretti) wiederbegegnen.<br xmlns=""/>
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Der d&#xE4;nische Dogma-Film <i xmlns="">Festen</i> (Thomas Vinterberg, DK 1998) wurde vereinzelt als Vergleichsbeispiel bem&#xFC;ht, doch sollte man Schertenleib keinen Vorwurf daraus machen, dass sein Familiendrama &#x2013; trotz des explosiven Titels &#x2013; kein gar so intensives Gef&#xFC;hlskarussell bietet. Der Gartenzwerge als DAS Symbol f&#xFC;r das B&#xFC;nzlitum erzeugt ja selbst beim Sprengen nur wenig Schall und Rauch. Die feinsinnige Tragikom&#xF6;die spielt jedoch gekonnt mit den Widerspr&#xFC;chlichkeiten der Schweizer Mentalit&#xE4;t und der Br&#xFC;chigkeit der l&#xE4;ndlichen Idylle. Die durchaus realen K&#xE4;mpfe und Kr&#xE4;mpfe der Grossfamilie werden gegen die idealisierte Film-Landschaft des Emmentals gestellt, wie man sie aus alten und neueren Schweizer Heimatfilmen kennt.<br xmlns=""/>
Gewisse L&#xE4;ngen und ein paar &#xFC;berinszenierte Szenen verzeiht man dem Film dank des durchwegs tollen Ensembles: Vor allem Michael Neuenschwander und Max Gertsch, die beide schon kleinere Rollen in Schertenleibs Erstling <i xmlns="">Liebe L&#xFC;gen</i> (1995) spielten, funktionieren perfekt als antagonistisches Br&#xFC;derpaar.<br xmlns=""/>
<i xmlns="">Zwerge sprengen</i> wurde an den Solothurner Filmtagen 2010 als Er&#xF6;ffnungsfilm gezeigt.<br xmlns=""/>
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P: Fama Film AG (Z&#xFC;rich), SF 2010. B: Christof Schertenleib, Felix Benesch. R: Christof Schertenleib. K: Attila Boa, Christian Iseli. T, M: Peter von Siebenthal. S: Christian Iseli. D: Michael Neuenschwander, Urs Bihler, Max Gertsch, Silvia Jost, Cathrin St&#xF6;rmer, Doro M&#xFC;ggler, Sara Capretti, Viviana Alberti. V: Filmcoopi Z&#xFC;rich AG (Z&#xFC;rich). W: Fama Film AG (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
35 mm / Farbe / 125 Minuten / Schweizerdeutsch]]></content:encoded></item></rdf:RDF>
