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<rdf:RDF xmlns="http://purl.org/rss/1.0/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:moblog="http://kaywa.com/rss/modules/moblog/"><channel rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/"><title>CINEMA</title><link>http://www.cinemabuch.ch/</link><description>CINEMA News, S&#xE9;lection CINEMA, CINEMA Ausgaben etc.</description><dc:language>de</dc:language><dc:date>2010-08-21T11:15:16Z</dc:date><dc:creator/><admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.kaywa.com"/><admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:support@kaywa.com"/><sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod><sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency><sy:updateBase>2000-01-01T12:00+00:00</sy:updateBase><items><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/las-pelotas-chris-niemeyer.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/p687.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/muerners-universum-jonas-meier.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/daniel-schmid-le-chat-qui-pense-pascal-hofmann-benny-jaberg.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/toumast-dominique-margot.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/madly-in-love-anna-luif.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/dharavi-slum-for-sale-lutz-konermann.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/cosa-voglio-di-piu-silvio-soldini.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/david-wants-to-fly-david-sieveking.html"/></rdf:Seq><rdf:Seq><rdf:li rdf:resource="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/guru-bhagwan-his-secretary-and-his-bodyguard-sabine-gisiger-beat-haener.html"/></rdf:Seq></items></channel><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/las-pelotas-chris-niemeyer.html"><title>Las pelotas [Chris Niemeyer]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/las-pelotas-chris-niemeyer.html</link><description>

Wie unbedingte Fussballbegeisterung in eine ziemlich gewagte genetische Versuchsanordnung m&#xFC;nden kann, erz&#xE4;hlt der...</description><dc:date>2010-08-21T11:15:16Z</dc:date><dc:creator>Bettina Spoerri</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/8/mob374_1282389439.jpg" alt="Las pelotas" title="Las pelotas"/><br xmlns=""/>
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Wie unbedingte Fussballbegeisterung in eine ziemlich gewagte genetische Versuchsanordnung m&#xFC;nden kann, erz&#xE4;hlt der 1973 in Z&#xFC;rich geborene Filmemacher Chris Niemeyer in seinem wunderbar frechen und eigenwilligen viertelst&#xFC;ndigen Kurzfilm <i xmlns="">Las pelotas</i> (spanisch &#x201E;Die B&#xE4;lle&#x201C;). Der Titel darf in diesem Fall ruhig zweideutig aufgefasst werden, und mit der Gelassenheit der Grossmutter in dem Film &#x2013; aufgrund ihrer Erfahrung mit der Zucht von Tieren die Verkuppelungsexpertin &#x2013; kann es wohl kaum jemand aufnehmen.<br xmlns=""/>
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Alles beginnt auf einem Fussballfeld in der argentinischen Provinz, wo V&#xE4;ter auf den Zuschauerr&#xE4;ngen von der grossen Zukunft ihres kickenden Nachwuchses tr&#xE4;umen, denn heute sind die Scouts der bedeutenden Fussballclubs anwesend. Doch die Entt&#xE4;uschung von Chato und Lopez ist gross, denn f&#xFC;r ihre Jungs interessiert sich keiner. Auf ihre Nachfrage, warum ihre Spr&#xF6;sslinge nicht gut genug seien, heisst es, der eine habe eine sch&#xF6;ne Linke, der andere sei ein guter Kopfballspieler. &#x201E;Die Kombination von beiden, das erg&#xE4;be einen Superspieler&#x201C;, sagt der Mann im Anzug freundlich und rauscht in seinem teuren Wagen davon. Doch f&#xFC;r Chato und Lopez ist dieser Bescheid kein Grund zur Resignation; vielmehr f&#xFC;hren sie den Gedankengang konsequent zu Ende und ruhen nicht, bis sie eine solche Kreuzung &#x2013; mit einiger Bauernschl&#xE4;ue &#x2013; in die Wege geleitet haben. Daf&#xFC;r m&#xFC;ssen aber auch die Frauen mitmachen. In diesem wunderbar humorvollen, ja spitzb&#xFC;bischen Film haben sie volles Verst&#xE4;ndnis f&#xFC;r den fussballerischen Zeugungsehrgeiz ihrer M&#xE4;nner und sind nur ein klein wenig nerv&#xF6;s &#x2013; nicht minder Chato und Lopez &#x2013;, als tats&#xE4;chlich der Partnertausch und der Akt stattfinden, nat&#xFC;rlich unter den strengen Schiedsrichteraugen der Anstandsdame Grossmutter, die sich wie gesagt durch nichts ersch&#xFC;ttern l&#xE4;sst. Wenn es dann &#x201E;9 Monate sp&#xE4;ter&#x201C; in der Geburtsabteilung heisst: &#x201E;Es ist ein Junge&#x201C;, wissen die beiden M&#xE4;nner nicht zu nennen, wer der Vater des Neugeborenen sei. Und als Zuschauer fragt man sich auch zumindest kurz, was denn nun aus dem zweiten Beischlaf geworden ist &#x2013; doch gerade das augenzwinkernde Ignorieren solcher &#x201A;Probleme&#x2018; macht diesen Kurzfilm, der mit dem Schweizer Filmpreis f&#xFC;r den Besten Kurzfilm (und unter anderem auch mit dem Pardino d&#x2019;oro f&#xFC;r den Besten Schweizer Kurzfilm am Filmfestival Locarno) ausgezeichnet worden ist, so unwiderstehlich witzig.<br xmlns=""/>
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Genaues Timing von den Dialogen bis hin zum Schnitt, ein pr&#xE4;ziser Sinn f&#xFC;r ironisierende Perspektiven und Bildkompositionen, zwei &#xFC;berzeugende Schauspieler-Paare und bei all dem ein Humor, der meisterhaft die Balance h&#xE4;lt und nie ins Grobe kippt oder die Figuren ins L&#xE4;cherliche abdriften l&#xE4;sst, machen den Zauber dieses kleinen Meisterwerks aus.<br xmlns=""/>
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P: Plan B Film GmbH (Z&#xFC;rich) 2009. B: Laura Albornoz, Pablo Aguilar, Chris Niemeyer. R: Chris Niemeyer. K: Philipp Koller. T: Ignacio Zabalota. S: Gion-Reto Killias. D: Jorge Roman, Jorge Pedraza, Monica Lairana, Loreny Vega. V: Frenetic Films (Z&#xFC;rich). W: Plan B Film GmbH (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
35mm, Farbe, 15 Minuten, Spanisch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/p687.html"><title>Bazar [Patricia Plattner]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/p687.html</link><description>

Die 60-j&#xE4;hrige Gabrielle (Bernadette Lafont) ist eine lebensfreudige, selbstbewusste Antiquit&#xE4;tenh&#xE4;ndlerin...</description><dc:date>2010-08-21T11:07:51Z</dc:date><dc:creator>Bettina Spoerri</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/8/mob373_1282389145.jpg" alt="Bazar" title="Bazar"/><br xmlns=""/>
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Die 60-j&#xE4;hrige Gabrielle (Bernadette Lafont) ist eine lebensfreudige, selbstbewusste Antiquit&#xE4;tenh&#xE4;ndlerin mit eigenem Laden an bester Adresse in Genf. Doch als sie den 25-j&#xE4;hrigen Fred (Pio Marma&#xEF;) kennenlernt und sich in ihn verliebt, ist das nicht nur f&#xFC;r sie eine &#xDC;berraschung. Pl&#xF6;tzlich sieht sich Gabrielle mit Eifersucht und Intoleranz in ihrem Umfeld konfrontiert &#x2013; und dann muss sie auch noch ihren Laden r&#xE4;umen, der ihr schon vor l&#xE4;ngerer Zeit gek&#xFC;ndigt worden ist, was sie aber einfach nicht wahrhaben wollte.<br xmlns=""/>
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In vorwiegend kom&#xF6;diantisch-leichtem Ton erz&#xE4;hlt die Westschweizer Regisseurin Patricia Plattner von der Leidenschaft einer &#xE4;lteren Frau f&#xFC;r einen sehr viel j&#xFC;ngeren, freiheitsliebenden Adonis. Was eine mutige Stoffwahl w&#xE4;re und auch von den Figurenzeichnungen her durchaus frisch und &#xFC;berraschend beginnt, gefasst in warme, sorgf&#xE4;ltig komponierte Bilder, verliert sich indes immer mehr in konventionellen Wendungen. Bis zuletzt best&#xE4;tigt <i xmlns="">Bazar</i> viele g&#xE4;ngige Klischees &#xFC;ber &#xE4;ltere Frauen-junge M&#xE4;nner-Paare und umt&#xE4;nzelt das Tabuthema mit entt&#xE4;uschender Konfliktscheue. An den Rand der Peinlichkeit geht das, wenn die Hauptdarstellerin (eine meist verschmitzt l&#xE4;chelnde Lafont, was mit der Zeit angestrengt maskenhaft wirkt) selbst im Bett kein Fleckchen nackte Haut zeigen darf, sondern stets vollkommen in Stoff eingeh&#xFC;llt neben dem wohlgeformten, muskul&#xF6;sen Mann liegt. Und dieser entpuppt sich am Ende, wenn sich dar&#xFC;ber schon niemand mehr wundert, als unverantwortlicher Sch&#xFC;rzenj&#xE4;ger.<br xmlns=""/>
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Wo bleibt da das Begehren der Frau? fragt man sich besorgt, umso mehr, als dieses Gabrielle vom Drehbuch her so suggestiv in den Mund gelegt wird &#x2013; es bleibt in diesem Film Behauptung. Interessanter als die Auseinandersetzung zwischen Fred und Gabrielle sind deshalb die Reibungsfl&#xE4;chen, die zwischen Gabrielle und ihrem Freundeskreis sowie ihrer Tochter &#x2013; ungef&#xE4;hr in Freds Alter &#x2013; (gespielt von Lou Doillon, einer Tochter Jane Birkins) entstehen, nachdem sie ihnen ihre Verliebtheit er&#xF6;ffnet hat. Da offenbart sich die als Lockerheit getarnte Engstirnigkeit einer nur scheinbar toleranten urbanen Gesellschaft. Die Freunde und die Tochter wenden sich ab, als Gabrielle nicht mehr ganz dem Bild entspricht, das sie sich von ihr gemacht haben: zwar schon etwas unkonventionell und eigensinnig, doch nicht auf diese so unvern&#xFC;nftige, gar kindische Weise! Eine werdende Grossmutter soll bitte mehr W&#xFC;rde und Abgekl&#xE4;rtheit zeigen. Wo <i xmlns="">Bazar</i> von solchen Misst&#xF6;nen erz&#xE4;hlt, von der sanften Gewalt derjenigen, die uns zu lieben meinen &#x2013; und von der Angst vor der Pensionierung, dem endg&#xFC;ltigen Altwerden, dem Eintreten in den letzten Lebensabschnitt, gewinnt der Film und mit ihm die Schauspieler an Glaubhaftigkeit.<br xmlns=""/>
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P: Light Night Production SA (Genf-Carouge), Alfama Films Productions (Paris / Lissabon),Arte, TSR 2009. B: Patricia Plattner, Aude Py, Blandine Stintzy, Christian Lyon. R: Patricia Plattner. K: Aldo Mugnier, Milivoj Ivkovic, Heidi Hassan. T: Etienne Curchod, Henri Ma&#xEF;koff, Denis S&#xE9;chaud. S: Loredana Cristelli. D: Bernadette Lafont, Pio Marma&#xEF;, Lou Doillon, Sacha Bourdon. V: Frenetic Films (Z&#xFC;rich). W: Light Night Production SA (Genf-Carouge), Alfama Films Productions (Paris / Lissabon),<br xmlns=""/>
35mm, Farbe, 103 Minuten, Franz&#xF6;sisch, Portugiesisch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/muerners-universum-jonas-meier.html"><title>M&#xFC;rners Universum [Jonas Meier]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/muerners-universum-jonas-meier.html</link><description>^

Es beginnt mit einer schummrigen Untertasse auf einem Fernsehbildschirm, davor Erwin M&#xFC;rner mit sch&#xFC;tterem...</description><dc:date>2010-08-18T13:09:17Z</dc:date><dc:creator>Doris Senn</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/8/mob372_1282137001.jpg" alt="M&#xFC;rners Universum" title="M&#xFC;rners Universum"/>^<br xmlns=""/>
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Es beginnt mit einer schummrigen Untertasse auf einem Fernsehbildschirm, davor Erwin M&#xFC;rner mit sch&#xFC;tterem weissem Haar. Erwin ist 77, und seine Leidenschaft gilt den Ausserirdischen: Nicht nur t&#xFC;rmen sich in der kleinen Wohnung, die er mit seiner Frau Sonja teilt, B&#xFC;cher und Zeitschriften zum Thema &#x2013; er tr&#xE4;umt auch davon, einen Film &#xFC;ber seine pers&#xF6;nliche Begegnung mit den Aliens zu machen.<br xmlns=""/>
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Nun ist daraus ein Film &#xFC;ber ihn geworden: dar&#xFC;ber, wie Erwin mit seiner Kamera nachmittags den Himmel einf&#xE4;ngt und nicht weniger als drei omin&#xF6;se Punkte mit &#xAB;Energieschirm&#xBB; festh&#xE4;lt &#x2013; dar&#xFC;ber, wie er seine Theorien &#xFC;ber den Urknall ausbreitet und wie er mit einem stachligen, roten Massageball in seinem Arbeitszimmer den Flug eines UFOS nachahmt.<br xmlns=""/>
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Der Regisseur Jonas Meier, der auch f&#xFC;r Drehbuch, Kamera und Schnitt von <i xmlns="">M&#xFC;rners Universum</i> zeichnet, fand den &#xAB;kurligen&#xBB; Senioren in Winterthur, wo er selbst lebt. Nach einer Ausbildung an der HGK Luzern und einer Reihe von Werbefilmen und Musikvideos, die bereits von seinem schr&#xE4;gen Humor und seiner originellen &#xC4;sthetik gepr&#xE4;gt waren, ist dies nun Meiers erster langer Dokumentarfilm. Der Filmemacher &#xFC;berl&#xE4;sst die B&#xFC;hne dem liebenswerten Amateur-Ufologen &#x2013; und manchmal dessen Frau Sonja. Sie hat so ihre liebe M&#xFC;he mit ihrem Erwin und seinem ausufernden Hobby. Und doch l&#xE4;sst sie ihn gew&#xE4;hren, stellt sich manchmal selbst hinter die Kamera oder zieht sich resigniert mit ihrem Akkordeon aufs Bett zur&#xFC;ck, weil das noch der einzige freie Platz in der Wohnung ist.<br xmlns=""/>
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<i xmlns="">M&#xFC;rners Universum</i> ist ein Film &#xFC;ber das Alter und die Einsamkeit, &#xFC;ber schweizerische Biederkeit und eine (unschweizerisch) grosse Passion. Jonas Meier f&#xE4;ngt dies alles mit einem erfrischenden Sinn f&#xFC;r Details und Situationskomik und einem Flair f&#xFC;r &#xFC;berraschende Bildkompositionen ein. Auch versteht er es, das Aufregende, Sch&#xF6;ne und Eigent&#xFC;mliche im absolut Unscheinbaren zu entdecken &#x2013; vom Sch&#xFC;ttstein &#xFC;ber die Zimmerpflanze bis hin zur K&#xFC;chenuhr, deren Sekundenzeiger nicht vom Fleck kommt. Mit seinen lakonischen Bildern begibt er sich damit auf eine &#xE4;hnlich bestechende Gratwanderung zwischen groteskem Humor und existenziellem Tiefgang wie der renommierte schwedische Regisseur und Werbefilmer Roy Andersson (<i xmlns="">Songs From the Second Floor</i>, S 2000).<br xmlns=""/>
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<i xmlns="">M&#xFC;rners Universum</i> ist ein kurzweiliges Portr&#xE4;t &#xFC;ber einen wunderlichen Zeitgenossen, dessen grosser Traum es ist, einen UFO-Film zu realisieren und damit um die Welt zu reisen. Was nun durchaus wahr werden k&#xF6;nnte &#x2013; wenn auch in einem etwas anderen Sinn: Dem kleinen dokumentarischen Juwel aus der Hand von Jonas Meier d&#xFC;rfte Kultstatus zuteil werden &#x2013; sowohl im Kino als auch auf der internationalen Festivalkarriere, die der Film mit Sicherheit vor sich hat.<br xmlns=""/>
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P: Zweihund GmbH (Winterthur), SF 2010. B, R, K, S: Jonas Meier. V: Xenix (Z&#xFC;rich). W: Zweihund GmbH (Winterthur).<br xmlns=""/>
Digital Beta, Farbe, 83 Minuten, Schweizerdeutsch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/daniel-schmid-le-chat-qui-pense-pascal-hofmann-benny-jaberg.html"><title>Daniel Schmid &#x2013; Le chat qui pense [Pascal Hofmann, Benny Jaberg]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/daniel-schmid-le-chat-qui-pense-pascal-hofmann-benny-jaberg.html</link><description>

Er war ein Tr&#xE4;umer, ein &#xC4;sthet, ein Kosmopolit und ein Geschichtenerz&#xE4;hler. Der Cineast Daniel Schmid...</description><dc:date>2010-08-02T20:18:29Z</dc:date><dc:creator>Doris Senn</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/8/mob371_1280780615.jpg" alt="Daniel Schmid" title="Daniel Schmid"/><br xmlns=""/>
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Er war ein Tr&#xE4;umer, ein &#xC4;sthet, ein Kosmopolit und ein Geschichtenerz&#xE4;hler. Der Cineast Daniel Schmid (1941&#x2013;2006) realisierte zwischen 1972 und 1999 nicht weniger als 13 Spiel- und Dokumentarfilme. Der Film <i xmlns="">Daniel Schmid &#x2013; Le chat qui pense</i> zeichnet das unkonventionell-heterogene Werk und seine vielschichtige Pers&#xF6;nlichkeit nach.<br xmlns=""/>
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2006 ersannen die beiden Master-Studierenden der ZHdK, Pascal Hofmann und Benny Jaberg, das Projekt, ein &#xAB;Portr&#xE4;t mit ihm, nicht &#xFC;ber ihn&#xBB; zu machen. Doch kaum begonnen, durchkreuzte der &#xFC;berraschende Tod Daniel Schmids ihr Vorhaben. Die Nachwuchsfilmer legten das Projekt vorerst ad acta &#x2013; um es dann aber (gl&#xFC;cklicherweise) doch wieder aufzunehmen. Sie nutzten die 200 Stunden Rohmaterial (!) unterschiedlichster Herkunft als Schatztruhe, um ein stilistisch ausgereiftes Bild von Schmids Person und Schaffen zu machen. Der Untertitel des Films &#x2013; &#xAB;Le chat qui pense&#xBB; &#x2013; geht auf einen Eintrag in einem Notizbuch Daniel Schmids zur&#xFC;ck, den die Regisseure als ebenso &#xAB;geschmeidigen, wie eigensinnig-verspielten, menschennahen und doch eigenbr&#xF6;tlerischen K&#xFC;nstler&#xBB; erlebten.<br xmlns=""/>
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<i xmlns="">Daniel Schmid &#x2013; Le chat qui pense</i> folgt der Chronologie von Daniel Schmids Leben und Werdegang: von seinem Aufwachsen als tagtr&#xE4;umender Hoteliersohn im b&#xFC;ndnerischen Flims (&#xFC;ber das er 1992 den Film <i xmlns="">Hors Saison</i> drehte), von seinen Erfahrungen im Berlin der 1960er, wo er Teil der Clique um Rainer Werner Fassbinder und Ingrid Caven wurde, sp&#xE4;ter in Paris &#x2013; und immer wieder von seiner R&#xFC;ckkehr in die Heimat: diese vom grauen Fels, von Wolken und Gipfeln beherrschte Landschaft.<br xmlns=""/>
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Das Filmportr&#xE4;t besteht aus Gespr&#xE4;chen mit Daniel Schmid, mit Weggef&#xE4;hrten &#x2013; etwa dem Kameramann Renato Berta, dem Filmemacher Werner Schr&#xF6;ter oder dem Filmpublizisten Shigu&#xE9;hiko Hasumi &#x2013;, erg&#xE4;nzt mit Ausschnitten aus Schmids Filmen und Archivmaterial, das bestechend Landschaft und Zeitepochen illustriert. Am Anfang von Schmids &#x152;uvre standen avantgardistische, von Brecht inspirierte Filme (<i xmlns="">Heute Nacht oder nie</i>, 1972), gefolgt von atmosph&#xE4;risch-kraftvollen Bergdramen wie <i xmlns="">Violanta</i> (1977) oder <i xmlns="">Jenatsch</i> (1987). Schmid realisierte aber auch brillante Dokumentarfilme wie <i xmlns="">Il bacio di Tosca</i> (1984) &#x2013; &#xFC;ber ein Altersheim f&#xFC;r ehemalige Opernstars in Mailand &#x2013; oder <i xmlns="">Das geschriebene Gesicht</i> (1995) &#xFC;ber das Kabuki-Theater. Sein letzter vollendeter Film ist die Schweiz-Satire <i xmlns="">Beresina oder die letzten Tage der Schweiz</i>, die 1999 in Cannes gezeigt wurde.<br xmlns=""/>
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Auf ebenso einf&#xFC;hlsame wie formal bestechende Art und Weise gelingt Pascal Hofmann und Benny Jaberg mit <i xmlns="">Daniel Schmid &#x2013; Le chat qui pense</i> eine Hommage an einen Filmemacher, der untypisch f&#xFC;r die Schweiz und doch tief in ihr verwurzelt war. Ihr Werk &#x2013; das nicht zuletzt auch viel Lust macht, Schmids Filme (wieder) zu entdecken &#x2013; feierte seine Premiere an der Berlinale 2010.<br xmlns=""/>
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P: T&amp;C Film (Z&#xFC;rich), ZHdK, SF 2010. B/R/S: Pascal Hofmann, Benny Jaberg. K: Pascal Hofmann, Benny Jaberg, Filip Zumbrunn. V: Columbus Film (Z&#xFC;rich). W: T&amp;C Edition (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
HD CAM, Farbe/Schwarzweiss, 83 Minuten, Deutsch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/toumast-dominique-margot.html"><title>Toumast [Dominique Margot]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/toumast-dominique-margot.html</link><description>

Aminatou und Moussa haben Krieg und Elend erlebt, jetzt leben sie in Frankreich und machen unter dem Namen Toumast Musik. So...</description><dc:date>2010-07-04T11:48:54Z</dc:date><dc:creator>Niklaus Sch&#xE4;fer</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/7/mob370_1278244208.jpg" alt="Toumast" title="Toumast"/><br xmlns=""/>
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Aminatou und Moussa haben Krieg und Elend erlebt, jetzt leben sie in Frankreich und machen unter dem Namen Toumast Musik. So k&#xF6;nnen sie ihre Identit&#xE4;t auch in der Fremde leben. Aminatou und Moussa kommen aus dem nomadisch lebenden Volk der Tuareg, in ihrer eigenen Sprache Imazighan (freie Menschen) oder Kel Tamascheq (Sprecher des Tamascheq). Heute leben die Tuareg sowohl unter dem Druck der modernen Staaten als auch dem der multinationalen Konzerne, die in ihrem Gebiet Uran abbauen.<br xmlns=""/>
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Neben Aminatou und Moussa, die mit ihrer Gruppe &#x2013; Toumast ist Tamascheq und heisst Identit&#xE4;t &#x2013; dem Film seinen Namen geben, kommen in Dominique Margots Dokumentarfilm auch Rebellen zu Wort &#x2013; Moussa selbst wurde in Libyen zum Soldaten ausgebildet &#x2013; sowie Tilwat, eine Gruppe von Frauen, Witwen und alleinerziehenden M&#xFC;ttern, die sich mit ihrer Musik f&#xFC;r den Frieden engagieren.<br xmlns=""/>
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Margots Film ist eine gelungene Mischung aus Musikfilm, traditionellem Dokumentarfilm mit erkl&#xE4;rendem Voice-Over und Infografiken und modernem Dokumentarfilm, in dem die Menschen selbst zu Wort kommen. Die erkl&#xE4;renden Teile in Form von Karten und Informationen zur Geschichte der Tuareg sind dabei auf jeden Fall gerechtfertigt, da selbst Araber, also auch die meisten Nordafrikaner nichts oder nur wenig &#xFC;ber die Tuareg wissen. Erst durch den Kolonialismus, gegen den sie immer wieder Widerstand geleistet haben, wurde die Vormachtstellung der Tuareg in ihrem Gebiet gebrochen.<br xmlns=""/>
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Die schweizerisch-franz&#xF6;sische Doppelb&#xFC;rgerin Dominique Margot hat lange in Frankreich als Licht- und Videok&#xFC;nstlerin des Rockzirkus Archaos gearbeitet; nach dem Studium an der Filmschule Z&#xFC;rich hat sie unter anderem f&#xFC;r arte und BBC als Kamerafrau und Regisseurin gearbeitet. Diese verschiedenen Erfahrungen finden in ihrem <i xmlns="">Toumast</i> ihre gl&#xFC;ckliche Synthese.<br xmlns=""/>
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P: maximage GmbH (Z&#xFC;rich), SF 2010. B, R: Dominique Margot. K: Matthias K&#xE4;lin, Patrick Ghiringhelli. T: Dieter Meyer, Laurent Barbey, Philippe Welsh. S: Daniel Gibel. M: Toumast, Tilwat. V: Moviebiz (Z&#xFC;rich). W: maximage GmbH (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
35 mm, Farbe, 88 Minuten, Franz&#xF6;sisch und Tamascheq.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/madly-in-love-anna-luif.html"><title>Madly in Love [Anna Luif]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/madly-in-love-anna-luif.html</link><description>

Devan ist jung und abenteuerlustig. Doch wenn es um die Liebe geht, f&#xFC;gt sich der junge Tamile, der seit seiner Jugend...</description><dc:date>2010-07-01T21:12:20Z</dc:date><dc:creator>Christina von Ledebur</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/9/mob375_1283375616.jpg" alt="Madly in Love" title="Madly in Love"/><br xmlns=""/>
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Devan ist jung und abenteuerlustig. Doch wenn es um die Liebe geht, f&#xFC;gt sich der junge Tamile, der seit seiner Jugend in der Schweiz lebt, den Familientraditionen. Zur Freude seines Vaters wird Devan Nisha heiraten, eine Tamilin, die er bisher nur &#xFC;ber Skype kennt. Kurz vor der Hochzeit lernt Devan bei der Arbeit Leo kennen. Die alleinerziehende Deutsche wurde von der Liebe arg entt&#xE4;uscht. In Devan findet sie nach langer Zeit wieder jemanden, dem sie sich &#xF6;ffnet. Die beiden verlieben sich Hals &#xFC;ber Kopf ineinander. Doch w&#xE4;hrend Leo sich eine Zukunft mit Devan ausmalt, ist dieser zwischen seinen Gef&#xFC;hlen f&#xFC;r Leo und den Verpflichtungen gegen&#xFC;ber seinem Vater und seiner Tradition hin- und hergerissen. Ohne Leo etwas von seiner Hochzeit zu erz&#xE4;hlen, l&#xE4;sst er sich mit ihr ein. Doch er weiss: Fr&#xFC;her oder sp&#xE4;ter wird die Seifenblase platzen.<br xmlns=""/>
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<i xmlns="">Madly in Love</i> ist nach <i xmlns="">Little Girl Blue</i> (CH 2003) Anna Luifs zweiter Spielfilm. F&#xFC;nf Jahre arbeitete die Z&#xFC;rcher Regisseurin an der romantischen Kom&#xF6;die im Stile eines Bollywoodfilms, f&#xFC;r die sie eine ihr komplett fremde Kultur kennenlernte. Zwar erlebt sie selber als Tochter ungarischer Fl&#xFC;chtlinge eine &#xE4;hnliche Gespaltenheit der Schweiz gegen&#xFC;ber wie ihre Hauptfigur Devan. In die Welt der tamilischen Gemeinschaft in Z&#xFC;rich musste sie sich aber erst einarbeiten. Eine besondere Herausforderung war das Casting. Die daf&#xFC;r verantwortliche Corinna Glaus sprach unz&#xE4;hlige Leute auf Z&#xFC;richs Strassen an und fand so Laiendarsteller f&#xFC;r die Rolle von Devans Verlobten Nisha sowie f&#xFC;r praktisch alle Nebenrollen. Die Besetzung der Hauptrolle gestaltete sich allerdings schwieriger. Luif und Glaus wurden in London f&#xFC;ndig. Der junge Tamile Muraleetharan Sandrasegaram, der Devan verk&#xF6;rpert, lernte extra f&#xFC;r sein Schauspieldeb&#xFC;t in Madly in Love Schweizerdeutsch.<br xmlns=""/>
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Im Vergleich zu Luifs &#xE4;usserst feinf&#xFC;hligem Spielfilmdeb&#xFC;t l&#xE4;sst <i xmlns="">Madly in Love</i> einiges an Tiefe vermissen. Fast scheint es, als l&#xE4;ge das Hauptaugenmerk des Films auf dem Portr&#xE4;t der tamilischen Gemeinschaft in Z&#xFC;rich. Das gelingt dem Film auch gut, bieten doch die Szenen in den tamilischen L&#xE4;den im Z&#xFC;rcher Kreis f&#xFC;nf einen spannenden Einblick in eine nahe, aber g&#xE4;nzlich unbekannte Welt. Die Beziehung zwischen den Liebenden Devan und Leo bleibt allerdings etwas auf der Strecke. Nat&#xFC;rlich hat sich Luif aktiv gegen ein Sozialdrama und f&#xFC;r eine leichtf&#xFC;ssige romantische Kom&#xF6;die entschieden, aber ihre Anleihen beim Bollywoodkino &#x2013; die Liebesgeschichte, die tragisch zu enden droht, aber in ein Happy End m&#xFC;ndet, die Sing- und Tanzeinlagen &#x2013; helfen nicht dar&#xFC;ber hinweg, dass es der Liebe, die alle Grenzen sprengen soll, an Glaubhaftigkeit fehlt.<br xmlns=""/>
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P: Topic Film AG (Z&#xFC;rich), Neue Cameo Film (K&#xF6;ln), SF 2010. B: Elke R&#xF6;ssler, Eva Vitija. R: Anna Luif. K: Stephan Schuh, Gabriel Sandru, Andres Br&#xFC;tsch. T: Michael John. S: Myriam Flury. Aus.: Dorothee Schmid, Regula Marthaler, Catrina Lohri. M: Balz Bachmann. D: Laura Tonke, Muraleetharan Sandrasegaram, Murali Perumal, Sugeetha Srividdunapathy, Anton Ponraja, Yannick Fischer, Sivarajasingam Moorthy, Mangayarkarasi Subramaniam-Sellah, Christof Oswald, Seetha Lazmi Nadaraja. V: Filmcoopi AG (Z&#xFC;rich). W: Topic Film AG (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
35mm, Farbe, 84 Minuten, Schweizerdeutsch/Tamilisch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/dharavi-slum-for-sale-lutz-konermann.html"><title>Dharavi, Slum for Sale [Lutz Konermann]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/dharavi-slum-for-sale-lutz-konermann.html</link><description>

Nirgends wohnen mehr Menschen als hier: Dharavi hat die h&#xF6;chste Bev&#xF6;lkerungsdichte der Welt: Ein Slum, zwei...</description><dc:date>2010-06-16T12:47:29Z</dc:date><dc:creator>Florian Leu</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/6/mob368_1276693005.jpg" alt="Dharavi" title="Dharavi"/><br xmlns=""/>
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Nirgends wohnen mehr Menschen als hier: Dharavi hat die h&#xF6;chste Bev&#xF6;lkerungsdichte der Welt: Ein Slum, zwei Quadratkilometer, 800'000 Leute, fr&#xFC;her ein Aussenbezirk von Bombay, heute ein Innenbezirk von Mumbai. Hier, in diesem Hubraum des Handels, werden Millionen von Hemden gen&#xE4;ht, Millionen von Kr&#xFC;gen get&#xF6;pfert, Millionen von B&#xE4;ndern geflochten. Gem&#xE4;ss einer Statistik befindet sich in jedem Haushalt Europas ein Produkt aus diesem Viertel. Wenn man auf eine der H&#xFC;tten steigt, sieht man T&#xFC;rme aus Glas und Stahl: Der &#xE4;rmste und der reichste Teil der Stadt, das Ghetto und das Bankenviertel, liegen unmittelbar nebeneinander.<br xmlns=""/>
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Dem Architekten Mukesh Mehta ist das ein Dorn im Auge. In den USA hat der Mann Villen errichtet und ist als Gewinner nach Indien zur&#xFC;ckgekehrt. Jetzt will er einen Teil Mumbais umbauen: H&#xFC;tten niederreissen, Parks anlegen, Mietsh&#xE4;user hochziehen, alles umsonst. Wer mehr als zehn Jahre im Ghetto gelebt hat, erh&#xE4;lt eine Wohnung in einem Wolkenkratzer, das ist der Plan. Die Regierung sichert ihre Unterst&#xFC;tzung zu, Beamte mit Vermessungsger&#xE4;ten tauchen auf, Beh&#xF6;rden klopfen an der T&#xFC;r, Polizisten fragen nach Papieren. In der Bev&#xF6;lkerung regt sich Widerstand, Demonstranten laufen durch die Gassen, Politiker sahnen W&#xE4;hlerstimmen ab, Sozialarbeiter schlagen die H&#xE4;nde &#xFC;ber dem Kopf zusammen. Nach einer Abstimmung verschwindet das Projekt von den Reissbrettern. Der Architekt schneidet ein bedenkliches Gesicht und macht sich davon. Der Slum bleibt, wie er ist: Voller Schmutz und Leben, Enge und Kraft.<br xmlns=""/>
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Aus dieser Geschichte haben Lutz Konermann und Rob Appleby einen mitreissenden Dokfilm gemacht. Setzte sich Konermann letztes Jahr in <i xmlns="">Der F&#xFC;rsorger</i> mit einem Hochstapler in der Schweizer High-Society auseinander, liefert er nun ein Werk aus einer der &#xE4;rmsten Gegenden der Welt. Die Globalisierungsgeschichte zeichnet sich aus durch sein Gesp&#xFC;r f&#xFC;r Gegens&#xE4;tze: Auf der einen Seite der Architekt, den wir in seinem Landhaus am Meer sehen &#x2013; wie er meditiert und aus Panoramafenstern schaut. Auf der anderen Seite die Slumbewohner, die wir in ihren Verschl&#xE4;gen sehen &#x2013; wie sie im Licht der Neonr&#xF6;hren arbeiten und in Flimmerkisten blicken. Hier die Investoren mit Bergen von Essen auf ihren Tellern, dort die Leute aus dem Ghetto mit einer Handvoll Reis in der Hand. Der Film ist schlicht und spannend erz&#xE4;hlt, seine Struktur gleicht einem Keil, der sich zwischen die Schichten und Kasten der Bev&#xF6;lkerung von Mumbai geschoben hat. Am Anfang bleiben wir jeweils lange beim Architekten und bei den Slumbewohnern. In der zweiten H&#xE4;lfte des Films macht Konermann Tempo, spitzt den Konflikt zu, wechselt &#xF6;fter zwischen den Welten, die sich immer weiter auseinanderzubewegen. F&#xFC;r die Bewohner des Slums endet die Geschichte glimpflich. Vielleicht m&#xFC;sste man sagen: Sie nimmt nicht die schlimmstm&#xF6;gliche Wendung. Doch dass Dharavi Probleme der Superlative hat, wie Wohnungsmangel und Arbeitslosigkeit, mangelnde Hygiene und grassierende Kinderarbeit, daran &#xE4;ndert auch die abgewendete Katastrophe nichts.<br xmlns=""/>
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P: Hugofilm Productions GmbH (Z&#xFC;rich), Tradewind Pictures GmbH (K&#xF6;ln), SF, SRG SSR id&#xE9;e suisse 2010. B: Rob Appleby. R, K: Lutz Konermann. S: Stefan K&#xE4;lin, Michael Schaerer. T: Ron Appleby, Farida Pacha. M: D&#xFC;rbeck &amp; Dohmen. D: Mukesh Mehta, Rais Khan, Soni Shrivastava, Cyrus Guzder, Ranchod Tank. V: Frenetic Films AG (Z&#xFC;rich). W: Frenetic Films AG (Z&#xFC;rich).<br xmlns=""/>
35 mm, Farbe, 80 Minuten, Englisch und Deutsch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/cosa-voglio-di-piu-silvio-soldini.html"><title>Cosa voglio di pi&#xF9; [Silvio Soldini]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/cosa-voglio-di-piu-silvio-soldini.html</link><description>

Das Handy spielt die Hauptrolle in diesem Film. Mal wird es von einer Frau gedr&#xFC;ckt, die einen Anruf ihrer Aff&#xE4;re...</description><dc:date>2010-05-31T12:37:42Z</dc:date><dc:creator>Florian Leu</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/5/mob367_1275309530.jpg" alt="Cosa voglio di piu" title="Cosa voglio di piu"/><br xmlns=""/>
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Das Handy spielt die Hauptrolle in diesem Film. Mal wird es von einer Frau gedr&#xFC;ckt, die einen Anruf ihrer Aff&#xE4;re erwartet. Mal h&#xE4;lt es die Tochter der Aff&#xE4;re in der Hand und nimmt es ab, als die Frau anruft, die Kinderstimme h&#xF6;rt und wieder auflegt. Mal zittert es und l&#xE4;sst mit Pixeln den Puls der Frau in die H&#xF6;he schnellen. Mal liegt es still da und gl&#xE4;nzt ein wenig &#x2013; <i xmlns="">Cosa voglio di pi&#xF9;</i> zeigt das Handy als minimalistischen Charakterdarsteller auf der H&#xF6;he seiner Kunst.<br xmlns=""/>
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In den Nebenrollen: Alba Rohrwacher als Anna und Pierfrancesco Favino als Domenico, B&#xFC;roangestellte die eine, Aushilfskellner der andere, beide verheiratet, sie mit einem dicken Heimwerker, er mit einer m&#xFC;den Hausfrau. In ihrer ersten Szene schenkt er ihr Champagner ein, in der zweiten gibt er ihr seine Telefonnummer, in der dritten sitzt sie in einem Caf&#xE9; und wartet auf ihn. Pl&#xF6;tzlich packt sie die Angst, abrupt steht sie auf, rasch geht sie raus und st&#xF6;sst mit ihm zusammen. Szenen einer Aff&#xE4;re: Sie k&#xFC;ssen sich in Hauseing&#xE4;ngen, treffen einander in Motels, tippen sich Kurzbotschaften, erregen den Verdacht der Zuhausegebliebenen, reissen aus nach Tunesien.<br xmlns=""/>
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Silvio Soldinis Neuling zeigt ihn als Meister des Realismus, als einen Dardenne auf Italienisch. Rohrwacher und Favino sagen ihre wenigen S&#xE4;tze auf eine Weise, als tr&#xE4;ten sie in einem Dokumentarfilm auf. Das Drehbuch, das Soldini mit Doriana Leondeff und Angelo Carbone geschrieben hat, ist schlicht und witzig, trauriger als <i xmlns="">Pane e tulipani</i> (I/CH 2000), doch n&#xE4;her an der Wirklichkeit. Einige Szenen k&#xF6;nnten kaum trivialer sein, doch ist es ihre vermeintliche Einfachheit, die sie so bestechend machen. Als Favinos Domenico von seiner Frau aus der Wohnung geworfen wird und im Auto &#xFC;bernachtet, klopft auf einmal ein Mann an die Scheibe der Beifahrerseite und steigt ein. Es ist der Vater der Frau, einen ernsten Ausdruck im Gesicht, eine fleckige T&#xFC;te in der Hand. Er sagt, als w&#xFC;rde er dem Oberarzt das Operationsbesteck reichen: &#x201E;Hier hast du die Croissants. Jetzt geh in die Wohnung hoch und mach die Sache wieder gut, bevor die Kleinen wach sind.&#x201C;<br xmlns=""/>
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P: Lumi&#xE8;re &amp; Co. ( Milano), Vega Film (Z&#xFC;rich), RSI 2010. B: Doriana Leondeff, Angelo Carbone, Silvio Soldini. R: Silvio Soldini. K: Ramiro Civita. T: Fran&#xE7;ois Musy. S: Carlotta Cristiani. M: Giovanni Venosta. D: Alba Rohrwacher, Pierfrancesco Favino, Giuseppe Battiston, Teresa Saponangelo. V: Filmcoopi AG (Z&#xFC;rich). W: Pyramide International (Paris).<br xmlns=""/>
35 mm, Farbe, 126 Minuten, Italienisch.]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/david-wants-to-fly-david-sieveking.html"><title>David Wants to Fly [David Sieveking]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/david-wants-to-fly-david-sieveking.html</link><description>

Wenige lebende Filmemacher werden von Filmstudenten derartig kultartig verehrt wie David Lynch. Auch Filmschulabsolvent...</description><dc:date>2010-05-31T07:56:39Z</dc:date><dc:creator>Nathan Schocher</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/5/mob366_1275292652.jpg" alt="David Wants to Fly" title="David Wants to Fly"/><br xmlns=""/>
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Wenige lebende Filmemacher werden von Filmstudenten derartig kultartig verehrt wie David Lynch. Auch Filmschulabsolvent David Sieveking w&#xFC;rde gerne so r&#xE4;tselhaft-d&#xFC;stere Filmwelten erschaffen wie sein ber&#xFC;hmter Namensvetter. Leider fehlt ihm dazu die Inspiration, und so erhofft sich Sieveking von einem pers&#xF6;nlichen Treffen mit Lynch wertvolle Tipps und Hinweise auf Lynchs eigene Inspirationsquellen. Lynch empfiehlt dem Jungfilmer Transzendentale Meditation (TM). Sieveking befolgt Lynchs Rat und besucht sofort einen teuren TM-Einf&#xFC;hrungskurs. Anf&#xE4;nglich scheint das Meditieren zu wirken, aber nach ersten R&#xFC;ckschl&#xE4;gen beginnt Sieveking genauer zu recherchieren, worauf er sich mit der Transzendentalen Meditation eigentlich eingelassen hat. Seine Recherchen dokumentiert er mit der Kamera. Es stellt sich heraus, dass TM eine durch Spendengelder finanzierte weltumspannende Organisation ist, die in sogenannten &#x201E;Universit&#xE4;ten der Unbesiegbarkeit&#x201C; und Camps f&#xFC;r Yogische Flieger den Weltfrieden anstrebt. Sieveking lernt bald auch TM-Aussteiger kennen, die vom autorit&#xE4;ren und widerspr&#xFC;chlichen Verhalten des TM-Gr&#xFC;nders Maharishi und dem obskuren Finanzgebaren der Organisation nichts Gutes zu berichten haben. Als Sieveking darauf sein Idol David Lynch mit kritischen Fragen konfrontieren will, blockt dieser pl&#xF6;tzlich ab und will bei allf&#xE4;lliger Ver&#xF6;ffentlichung des Filmmaterials den Jungfilmer verklagen.<br xmlns=""/>
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Selbstironisch berichtet Sieveking in <i xmlns="">David Wants to Fly</i> &#xFC;ber seinen Selbstversuch mit der Transzendentalen Meditation. Er lehnt sich dabei klar an den forsch-investigativen Dokumentarfilmstil eines Michael Moore oder Morgan Spurlock (<i xmlns="">Super Size Me</i>, USA 2004) an. Daraus ergeben sich einige am&#xFC;sante Momente, wenn etwa Sieveking im Schneidersitz das Yogische Fliegen &#xFC;bt oder als Resultat einer kreativen Anwandlung die Grossmutter seiner Freundin stundenlang hinter einem Vorhang versteckt, um dieser einen Lynch-m&#xE4;ssigen Empfang zu bereiten. Mit der Zeit beginnt der omnipr&#xE4;sente Sieveking mit seiner gespielten Naivit&#xE4;t allerdings zu nerven, da es dem Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion schwerf&#xE4;llt, dem Publikum die Entwicklung vom Lynch-Fan zum Sekten-Kritiker glaubhaft nachzuzeichnen. Formal weist der Film keine klare Linie auf: Meditative Landschaftsaufnahmen wechseln sich ab mit verwackelten Handkamera-Bildern. Eindr&#xFC;cklich sind hingegen Szenen wie die von Tumulten &#xFC;berschattete Grundsteinlegung f&#xFC;r eine Universit&#xE4;t der Unbesiegbarkeit auf dem historisch vorbelasteten Teufelsberg in Berlin.<br xmlns=""/>
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P: Lichtblick Film- und Fernsehproduktion GmbH (K&#xF6;ln), Dschoint Ventschr Filmproduktion (Z&#xFC;rich) 2010. B, R: David Sieveking. K: Adrian St&#xE4;hli. T: Johannes Schmelzer-Ziringer. S: Martin Kayser-Landwehr. M: Karl Stirner. V: Praesens-Film AG (Z&#xFC;rich). W: Lichtblick Film- und Fernsehproduktion GmbH (K&#xF6;ln)<br xmlns=""/>
35 mm, Farbe, 97 Minuten, Deutsch/Englisch/Hindi]]></content:encoded></item><item rdf:about="http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/guru-bhagwan-his-secretary-and-his-bodyguard-sabine-gisiger-beat-haener.html"><title>GURU &#x2013; Bhagwan, his Secretary and his Bodyguard [Sabine Gisiger, Beat H&#xE4;ner]</title><link>http://www.cinemabuch.ch/selection-cinema/guru-bhagwan-his-secretary-and-his-bodyguard-sabine-gisiger-beat-haener.html</link><description>

Der Guru im Rolls Royce: Das Bild ging in den 1980er-Jahren durch die Medien und machte Bhagwan Shri Rajneesh, heute bekannt...</description><dc:date>2010-05-28T10:29:20Z</dc:date><dc:creator>Natalie B&#xF6;hler</dc:creator><dc:subject>S&#xE9;lection CINEMA</dc:subject><content:encoded><![CDATA[<img xmlns="" src="http://www.cinemabuch.ch/files/images/2010/5/mob365_1275042832.jpg" alt="Guru" title="Guru"/><br xmlns=""/>
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Der Guru im Rolls Royce: Das Bild ging in den 1980er-Jahren durch die Medien und machte Bhagwan Shri Rajneesh, heute bekannt als Osho, weltweit ber&#xFC;hmt-ber&#xFC;chtigt. Bhagwans Ashram im indischen Pune, gegr&#xFC;ndet in den 1970er-Jahren, wurde zur Zulaufsstelle f&#xFC;r Westler auf der Suche nach alternativen Lebensformen und der Befreiung von sozialen und psychischen Zw&#xE4;ngen. Nach Konflikten mit der indischen Regierung zog Bhagwans Anh&#xE4;ngerschaft 1981 in die USA um und gr&#xFC;ndete Rajneeshpuram, eine Grosskommune in Oregon. Was als spirituelle Utopie gedacht war, kippte bald in eine totalit&#xE4;r strukturierte Gesellschaft, gepr&#xE4;gt von Paranoia und Gr&#xF6;ssenwahn.<br xmlns=""/>
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Das Ziel des Dokumentarfilms <i xmlns="">GURU &#x2013; Bhagwan, his Secretary and his Bodyguard</i> von Sabine Gisiger und Beat H&#xE4;ner ist es, den Gr&#xFC;nden f&#xFC;r diesen Wandel auf die Spur zu kommen. Dazu arbeiten die Filmemacher mit dem strukturellen Mittel der Gegen&#xFC;berstellung zweier wichtiger Figuren aus Bhagwans Gefolgschaft: Sheela Birnstiel, seiner ehemaligen Sekret&#xE4;rin, und Hugh Milne, seinem Leibw&#xE4;chter. Beide erz&#xE4;hlen von ihrer Zeit im Ashram und ihrem anschliessenden Bruch mit dem Guru, seiner Lehre und seiner Gemeinschaft. Reichhaltiges, sorgf&#xE4;ltig recherchiertes Archivmaterial, das das Leben im Ashram dokumentiert, bringt visuelle Abwechslung in den Film, der sonst ganz auf die Portr&#xE4;ts von Birnstiel und Milne setzt.<br xmlns=""/>
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<i xmlns="">GURU</i> erz&#xE4;hlt die Entwicklung von Bhagwans Gemeinschaft als klassische, chronologische Narration von Aufstieg und Zerfall: Was als Befreiung und Utopie beginnt, artet aus zum Grossunternehmen, das neue Abh&#xE4;ngigkeiten schafft und in dessen Zentrum das Verlangen nach Macht und Geld steht. Es ist die Geschichte einer ideologischen Bewegung, die ihre Unschuld verliert; an die Stelle spiritueller Suche tritt die bedingungslose Unterwerfung unter starre Regeln einer Obrigkeit.<br xmlns=""/>
Die Konzentration auf die beiden gut ausgew&#xE4;hlten Portr&#xE4;tierten schafft eine grosse N&#xE4;he zu ihnen und ihren Erlebnissen. Stellenweise w&#xE4;re mehr Tiefe in der Betrachtung w&#xFC;nschenswert, um hinter dem Stereotyp eines mystischen Indiens mehr Differenzierung zu gewinnen. Allzu leicht laufen die Schlagworte Tantra, freier Sex, Verschmelzung von Ost und West sonst Gefahr, ein pauschal exotisiertes Bild von Spiritualit&#xE4;t und eine vereinfachende Ost-West-Dichotomie abzugeben. Ausserdem w&#xE4;ren mehr Kommentare zum Archivmaterial interessant, um den Alltag im Ashram besser vorstellbar zu machen. Viele Fragen bleiben am Schluss des Films offen. Wie unterscheidet sich Bhagwans Gemeinschaft von anderen Ashrams? Wie sieht ihre Gegenwart aus? Das gr&#xF6;sste R&#xE4;tsel bleibt jedoch, worin nun eigentlich die einzigartige Anziehungskraft des Gurus bestand: Bis zum Schluss bleibt Rajneesh eine fremde, schillernde Figur.<br xmlns=""/>
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P: Das Kollektiv f&#xFC;r audiovisuelle Werke GmbH, Teleclub, SF 2010. B / R: Sabine Gisiger und Beat H&#xE4;ner. K: Beat H&#xE4;ner, Matthias K&#xE4;lin. S: Barbara Weber. M: Marcel Vaid. V: Filmcoopi AG, Z&#xFC;rich. W: Das Kollektiv f&#xFC;r audiovisuelle Werke GmbH, Z&#xFC;rich.<br xmlns=""/>
35mm, Farbe, 98 Min., Dolby Digital, Englisch]]></content:encoded></item></rdf:RDF>
