Meyers [Steven Hayes]
| Von Flavia Giorgetta | [ Sélection CINEMA ] |
In seinem Diplomfilm für den Studienbereich Film/Video an der HGKZ entwickelt Steven Hayes ein präzises Timing: Nicht nur stimmt die zum Teil aufwändige Choreografie, auch sind die Lacher gekonnt gesetzt. Der Film, der Parallelen zu Jacques Tati und seinen Gegenüberstellungen von Automatisierung und Menschlichkeit aufweist, besticht ausserdem durch die stimmige Ausstattung und die Kameraarbeit (der Kameramann Till Brinkmann schloss mit diesem und einem weiteren Diplomfilm ebenfalls sein Studium an der HGKZ ab), die Details ins Zentrum zu rücken weiss. So beginnt der Film mit der Sicht durch eine Filterkaffeekanne, die - einmal wiederholt - prägnant den täglichen Trott versinnbildlicht.
Meyers wurde am Filmfestival von Locarno 2003 in der Sektion «Pardi di domani» gezeigt, wo er dem Publikum lautes Gelächter entlockte und den Action Light Award gewann.
P: Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (Zürich) 2003. B, R: Steven Hayes. K: Till Brinkmann. M, T: Michele Andina. S: Susanne Hübscher, Steven Hayes. Ausstattung: Simone Piller. Kostüme: Maggie Zogg. D: Alice Brüngger, Urs Bihler, Yvonne Kupper, Enzo Scanzi. V, W: Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (Zürich).
16 mm/ 35 mm, Farbe, 12 Minuten, Schweizerdeutsch.

